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Antisemitismus. Nein Danke!

     

Projekt-Phase 1     2020-2021              

Gesellschaftswissenschaftliches Institut München für Zukunftsfragen e.V.

  • Bayerisches Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde
  • DITIB Jugend Bayern
  • Generalkonsulat des Staates Israel
  • Griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland Vikariat in Bayern
  • Hanns-Seidel-Stiftung
  • IN VIA Bayern
  • Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern
  • Schwäbisches Literaturschloss Edelstetten

Dr. Ludwig Spaenle (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe)

Antisemitismus ist nicht nur eine Bedrohung für die Opfer selbst, sondern für unsere gesamte demokratische Gesellschaft. Wir versuchen die Demokratie zu fördern, indem wir Menschen zusammenführen, zur Diskussion oder zum Dialog einladen. Wir versuchen dies möglichst breit und auf unterschiedlichen Ebenen umzusetzen.

Wie kann man Foren schaffen, in denen es Möglichkeiten gibt, dass sich Menschen begegnen? Wie kann man bewirken, dass dies längerfristig Bestand haben kann? Welches Wissen kann aus einem solchen Versuch der aktiven Begegnung gezogen werden? Können, neben den Erfahrungen für die Einzelnen, daraus Erkenntnisse für die Politik, die Wissenschaft oder auch die Gesellschaft gezogen werden?

Ab November 2020:

  • Projekte auf der Straße in verschiedenen Städten mit Diskussions- und Gesprächsrunden, bspw. „Speakers‘- und Diskussionscorner“
  • Onlinevorträge mit Diskussion – bayernweit

April 2021: Kongress in Ichenhausen (Synagoge und Tagungshaus) zum Anlass 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. (Verantwortung: PD Dr. Karin Schnebel, Prof. Dr. Klaus Wolf)

Mai 2021: Bürgerforum in Traunstein (Verantwortung: Ursula Lay)

Juni 2021: Bürgerforum in München (Verantwortung: Corinna Wagner)

Mai 2020-Juli 2021: Ausbildung von Multiplikatoren: Junge Menschen lernen, Kurse zum Umgang im Alltag mit Hass, Vorbehalten, Antisemitismus oder Rassismus zu erteilen. Dabei werden die Teilnehmenden an drei bis vier Tagen darin ausgebildet, Mitmach- und Kommunikationskurse zu geben, die ein Bewusstsein und ein Verständnis für die Problematik vermitteln.

Ab September 2021: Einsatz der Multiplikatoren bayernweit (an Schulen, sozialen Einrichtungen, weiteren Organisationen)

Social-Media-Publikationen unterschiedlicher Art: Interviews, kleine Publikationen, Meinungsäußerungen, Sammlung von Foto- und Filmaufnahmen zum Thema Antisemitismus, etc.

Kurzer Film über das Projekt

 Erstellung eines Sammelbands „Antisemitismus. Nein danke!“

Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten, werden junge Menschen in Multiplikatorenschulungen dazu befähigt, Workshops selbst durchzuführen. Diese sollen anschließend in Schulen und anderen Organisationen selbst Workshops leiten.

Durch fachliche und didaktisch-pädagogische Beiträge auf der Internetseite des GIM, durch einen Sammelband über Antisemitismus und Dokumentationen im Internet wird die Nachhaltigkeit zusätzlich gewährleistet. Das Wertebündnis wird über die Beiträge im Netz informiert, somit können die Informationen über Kanäle des Wertebündnisses weitergetragen werden.

Allenbach, Birgit; Goel, Urmila; Hummrich, Merle; Weissköppel, Cordula (Hrsg.) (2011): Jugend, Migration und Religion. Interdisziplinäre Perspektiven. Pano und Nomos, Baden-Baden und Zürich. 

Bernstein, Julia: Antisemitismus an Schulen in Deutschland. Beltz Juventa, München 2020.

Bourdieu, Pierre (1983): Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital, in: Reinhard Kreckel (Hg.): Soziale Ungleichheiten (Soziale Welt Sonderband 2), Göttingen, S. 183-198.

Brumlik, Micha: Antisemitismus. Reclam, Ditzingen 2020.

Bühl, Achim: Antisemitismus Geschichte und Strukturen von 1848 bis heute. Marixverlag Frankfurt am Main 2020.

Dewey, John (1916/1993): Demokratie und Erziehung. Eine Einleitung in die philosophische Pädagogik. Beltz. 3 Himmelmann, Gerhard (2006). Leitbild Demokratie-Erziehung, S. 116.

Gerosa, Libero; Müller, Ludger (Hrsg.) (2014), Politik ohne Religion? Laizität des Staates, Religionszugehörigkeit und Rechtsordnung, Schöningh., Paderborn.

Hellemans, Staf (2005): Die Transformation der Religion und der Grosskirchen [sic] in der zweiten Moderne aus der Sicht des religiösen Modernisierungsparadigma. In: Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte, 99/1, S. 11-35.

Himmelmann, Gerhard (2006). Leitbild Demokratie-Erziehung, Vorläufer, Begleitstudien und internationale Ansätze zum Demokratie-Lernen. Wochenschau-Verlag, S. 77f.

Horvilleur, Delphine: Überlegungen zur Frage des Antisemitismus. Hanser Berlin 2020.

Krech, Volkhard (2015): Wiederkehr der Religion? Und nach welcher Säkularisierung? Beobachtungen zur religiösen Lage im 20. Und zu Beginn des 21. Jahrhunderts. In: Lutz-Bach-mann, Matthias (Hrsg.): Postsäkularismus. Frankfurt am Main, Campus Verlag, S. 257-287.

Pollack, Detlef: Säkularisierung – ein moderner Mythos? Tübingen.

Putnam, Robert D. (1993): Making Democracy Work: Civic Traditions in Modern Italy. Princeton University Press, Princeton.

Salzborn, Samuel (2020/1): Globaler Antisemitismus. Beltz Juventa, München.

Salzborn, Samuel (2020/2): Kollektive Unschule. Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig.

Schnebel, Karin (2017): Zur Notwendigkeit einer differenzierten Theorie des Liberalismus angesichts des migrations-bedingen Anstiegs religiöser Heterogenität. In: ARSP, 103/2017. S. 470-482.

Taylor, Charles (2009): Ein säkulares Zeitalter. Suhrkamp, Frankfurt am Main.

Wertebündnis Bayern (2016): Gesamtkonzept Initiative für Integration und Toleranz (https://www.wertebuendnis-bayern.de/projekte/integration-und-toleranz/)

Wolf, Klaus: Das Judenbild in mittelalterlichen Dramen aus Worms, Mainz und Erfurt. In: Die jüdische Gemeinde von Erfurt und die SchUM-Gemeinden. Kulturelles Erbe und Vernetzung. Hrsg.: Landeshauptstadt Erfurt und der Universität Erfurt. Erfurt 2012 (Erfurter Schriften zur jüdischen Geschichte. Band 1). S. 150–156.

Projekt-Phase 2     2022              

Gesellschaftswissenschaftliches Institut München für Zukunftsfragen e.V.

  • Arbeiterwohlfahrt Bayern
  • Bayerischer Realschullehrerverband
  • Bayerischer Rundfunk
  • Bayerisches Bündnis für Toleranz
  • Caritas Landesverband Bayern
  • DAS PAPIERTHEATER
  • DITIB Jugend Bayern
  • Griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland Vikariat in Bayern
  • Hanns-Seidel-Stiftung e.V.
  • IN VIA Bayern
  • Katholische Erziehergemeinschaft
  • Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern
  • Schwäbisches Literaturschloss Edelstetten
  • Stiftung Bayerische EliteAkademie
  • Akademie und Institut für Politik- und Sozialwissenschaftliche Forschung (AIPSO e.V.)
  • Aussteigerhilfe Bayern
  • DEIN e.V.
  • Exit Deutschland
  • Jüdische Gemeinde Amberg
  • Stadtmuseum München
  • Synagogenstiftung Ichenhausen

Dr. Ludwig Spaenle (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe)

Für die zweite Phase des Antisemitismusprojektes werden neue Tendenzen einbezogen. Außerdem wird noch differenzierter auf verschiedene Formen des Antisemitismus eingegangen. Folgende Unterscheidungen werden vorgenommen:

  • sekundärer (schuldabwehrender) Antisemitismus (Post-Holocaust)
  • struktureller Antisemitismus (Codes)
  • postreligiöser Antisemitismus und
  • als „Israelkritik“ bezeichneter Antisemitismus
  • muslimisch motivierter Antisemitismus
  • religiös antijüdischer Antisemitismus
  • völkisch-rassistischer Antisemitismus
  • christlicher oder antiker Antisemitismus

Mit der Weiterentwicklung des Projekts sollen die verschiedenen Formen des Antisemitismus in den Blick genommen, aufgeklärt und mit spezifischen Methoden dagegen vorgegangen werden.

Bislang wurde die Problemlage durch Podien, Veranstaltungen unterschiedlicher Art, Speakers´ Corner, einen Kongress oder einen Sammelband aufgezeigt.

Nun sollen zusätzlich Teilbereiche vertieft aufgenommen und nachhaltig implementiert werden. Es soll keine Beliebigkeit des Projektes entstehen, sondern gezielte Aktionen, um den wieder stärker aufkommenden Vorbehalten entgegenzutreten.

Wir wollen zur Diskussion und zum Dialog einladen und versuchen zusätzlich auch diejenigen anzusprechen, die wir in den üblichen Formaten nicht erreichen können. Darüber hinaus zielen wir auf eine aktive Auseinandersetzung sowohl auf breiter als auch auf tiefer Ebene mit dem Thema ab.

    1. Aktiv gegen Antisemitismus!
    2. Meine/Deine Heimat(en) in unserem christlichen Abendland?
    3. Wie sprechen wir über Religion?
    4. Planspiel: Antisemitismus in der Europäischen Union
    5. Europaplanspiel Thema Religionspolitik
    6. Hinschauen! Solidarität mit Jüdinnen und Juden
    7. Totalitäre „Sekten“ und rechte Esoterik als Herausforderung für die Demokratie – religiösem und weltanschaulichem Extremismus begegnen!
    8. Antisemitismus: Geschichte, Gegenwart, Gegenmaßnahmen
    9. Länderplanspiel gegen Antisemitismus zum Thema Israel und dem Nahostkonflikt
  • Entwicklung von innovativen neuen Formaten gegen Antisemitismus durch die Projektgruppe der Stiftung Bayerische EliteAkademie
  • Kongress in der Hanns-Seidel-Stiftung
  • 5 Podien: Nahostkonflikt, israelbezogener Antisemitismus, Antisemitismus in der EU
  • Veranstaltung in der Synagoge Ichenhausen
  • Tüte des Friedens wird bei Veranstaltung in Ichenhausen ausgestellt
  • Vorstellung des Religionskinderbuches in der Synagoge Ichenhausen
  • Schülerwettbewerb
  • Publikation von Interviews mit Jugendlichen über Antisemitismus
  • Plakatserie im Innenstadtbereich an Litfasssäulen
  • „Pin-Ups“ (Kurzfilme von 2-3 Min.) in Zusammenarbeit mit dem BR („Respekt“)
  • Gesprächsrunden „Diskussionscorner“ auf der Straße
  • Onlinevorträge mit Diskussion
  • Digitale Veröffentlichungen
  • Januar 2022: „Pin-Ups“ (Kurzfilme 2-3 Min.) in Zusammenarbeit mit BR („Respekt“)
  • Januar 2022: Neuauflage Kinderbuch mit Antisemitismuskapitel
  • Januar bis Juli 2022: Entwicklung von innovativen neuen Formaten gegen Antisemitismus
  • Januar bis November 2022 (ohne Juli/August): Onlinevorträge 5 Podien: Nahostkonflikt, israelbezogener Antisemitismus, Antisemitismus in der EU, muslimischer Antisemitismus, Antisemitismus im Alltag
  • Februar bis November. 2022: Zehn Onlinevorträge mit Diskussion
  • März 2022: Plakatserie im Innenstadtbereich an Litfasssäulen. (Plakate sollen 14 Tage hängen und an 10-12 Säulen geklebt werden.)
  • März bis Juli 2022: Durchführung eines Schülerwettbewerbs
  • April 2022: Tüte des Friedens
  • April 2022: Veranstaltung in der Synagoge Ichenhausen
  • Mai bis September 2022: Vier Gesprächsrunden „Diskussionscorner“ auf der Straße
  • Juni 2022: Kongress in der Hanns-Seidel-Stiftung
  • Juli 2022: Zwei Begegnungsseminare zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Schülerinnen und Schülern
  • Oktober 2022: Buchvorstellung in der Synagoge Ichenhausen
  • November 2022: Veröffentlichung der Publikation von Interviews
  • Alle 2 Monate: Thematische Veröffentlichungen im Netz
  • Das ganze Jahr über: Einsatz Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in verschiedenen Organisationen, Schulen, etc.

Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten, sollen die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren eingesetzt werden. Sie werden Workshops an verschiedenen Orten durchführen. Die entstandenen Filme und Publikationen werden in verschiedenen Internetkanälen (Website, YouTube, Social Media) publiziert und tragen zur Nachhaltigkeit bei. Insgesamt versuchen wir durch die in großen Teilen niederschwelligen Aktivitäten auf der Straße, in den Sozialen Medien, etc., Breitenwirkung zu erzielen, die nachhaltige Veränderungen mit sich bringen können. Die fachlichen und didaktisch-pädagogischen Beiträgeuf den Internetseiten des Projektträgers, der Projektpartnerinnen und Projektpartner und auf verschiedenen Kanälen im Netz veröffentlicht. Das Projekt wird weiterhin durch das ISB evaluiert.

Vergangene Aktivitäten:

21 November 2021
Kloster Banz, Kloster-Banz-St. 18
Bad Staffelstein, 96231
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Kostenlos
20 November 2021
Kloster Banz, Kloster-Banz-St. 18
Bad Staffelstein, 96231
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04 November 2021
Hanns-Seidel-Stiftung, Lazarettstr. 33
München, 80636 Deutschland
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04 November 2021
Hanns-Seidel-Stiftung, Lazarettstr. 33
München, 80636 Deutschland
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Kostenlos
04 November 2021
Hanns-Seidel-Stiftung, Lazarettstr. 33
München, 80636 Deutschland
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Kostenlos
04 November 2021
Hanns-Seidel-Stiftung, Lazarettstr. 33
München, 80636 Deutschland
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Kostenlos
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„Verrückte Normalität? Jung und jüdisch in Deutschland“

RESPEKT | BR.de in Kooperation mit GIM e.V.

ARD alpha: 28.11.2021, 19:30Uhr,

Online: https://www.br.de/extra/respekt/juedisch-jung-deutschland-100.html

RESPEKT_jung_und_juedisch

Publikationen

Antisemtismus uralt und gefährlich

Karin Schnebel (Hrsg.)

Antisemitismus – uralt und doch gefährlich!

Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren 2019
1. Auflage, Erscheinungsdatum: 09.2021
Seitenzahl: 199 (GIM – Band 3)
ISBN: 978-3-8340-2165-6

Fachgespräch: Buchvorstellung: Antisemitismus heute – uralt und doch gefährlich.

DITIB Hacı Bayram Camii Pasing Moschee, 05.November 2021

Prof. Dr. Klaus Wolf (Vorsitzender der Synagogenstiftung, Universität Augsburg) im Gespräch mit Dr. Matthias Pöhlmann (Weltanschauungsbeauftragter der evang. Landeskirche Bayern) und der Herausgeberin PD Dr. Karin Schnebel (Vorsitzende GIM, Universität Passau).

Buchvorstellung: Antisemitismus heute – uralt und doch gefährlich

Podium in der Synagoge Ichenhausen, 12. Oktober 2021

Mit Ulrich Fritz, Dr. Philipp Hildmann, PD Dr. Karin Schnebel und Prof. Dr. Klaus Wolf.

Projektpartner:

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Kooperationspartner:

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Das Projekt wird unterstützt vom Wertebündnis Bayern

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