Multiplikatorenworkshops
zum Projekt „Antisemitismus. Nein Danke!“

In Kooperation mit und in den Räumen der Hanns-Seidel-Stiftung.

In den Multiplikatorenschulungen werden die Multiplikatoren darin ausgebildet, Workshops selbst zu halten.

Im Rahmen des Projektes „Antisemitismus. Nein Danke!“ bieten wir im Jahr 2021 Kurse an, die das Ziel haben Teilnehmende darin auszubilden mit antisemitischen Tendenzen in der Gesellschaft umzugehen.

Die Teilnehmenden lernen den Umgang mit Hass, Vorbehalten, Antisemitismus oder Rassismus. An drei Workshop- bzw. Schulungstagen, die aus Mitmach- und Kommunikationskursen bestehen, werden konkrete Inhalte und Methoden gelehrt, die künfitgen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ermöglichen, selbst ein Bewusstsein und ein Verständnis für die Problematik zu erlangen und lernen dies zu vermitteln.

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Termine:

15.Juli 2021

23.September 2021

4.November 2021

jeweils von 14.00 Uhr bis 21.15 Uhr

Es müssen mindestens 2 von den 3 Terminen eines Workshops besucht werden.

Ort:

Konferenzzentrum München der Hanns-Seidel-Stiftung
Lazarettstr. 33
80636 München

Anmeldung: info@gimuenchen.de

Multiplikatorenworkshops

15.Juli 2021, 23.September 2021, 4.November 2021

An den 3 Tagen gibt es jeweils 3 Termine, zu denen jeweils 2 Workshops parallel zueinander stattfinden.

14.00-16.15 Uhr:

Zeit: 14-16.15 Uhr
Raum: WBK

Israelbezogener Antisemitismus: Wie erkenne ich ihn? Und wie gehe ich damit um?

Dr. Julie Grimmeisen (Generalkonsulat des Staates Israel)

Das Heilige LandAntisemitismus ist ein gesellschaftliches Phänomen, das in Europa eine lange Geschichte hat. Seit der Jahrtausendwende verstärkt sich auch in Deutschland ein israelbezogener Antisemitismus, der sich auf Israel als „kollektiven Juden“ bezieht.

In einem ersten Schritt werden in diesem Workshop antisemitische Stereotype aus der Geschichte und Gegenwart erarbeitet. Des Weiteren werden insbesondere Beispiele des israelbezogenen Antisemitismus vorgeführt. Ziel des Workshops ist es auch, Wege aufzuzeigen sich gegen israelbezogenem Antisemitismus stark zu machen.

Zeit: 14-16.15 Uhr
Raum: KB

Totalitäre „Sekten“ und rechte Esoterik als Herausforderung für die Demokratie – religiösem und weltanschaulichem Extremismus begegnen!

Dr. Matthias Pöhlmann (Sektenbeaufragter der evang. Landeskirche Bayern)

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Die Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist unserer Demokratie ein Grundrecht. Der Workshop möchte aufzeigen, welche Mechanismen zu extremen religiösen Positionen und Abhängigkeiten führen können. Dabei werden auch antidemokratische und antisemitische Inhalte kritisch in den Blick genommen. Der Workshop stellt unterschiedliche Bewegungen und Gruppen vor und möchte sie in ihrem Kern entlarven, um die Teilnehmenden dazu befähigen und ermutigen, sich religiös-extremistischen Formen entgegenzustellen. Dabei sollen Menschen, die solche Haltungen vertreten, nicht verurteilt werden. Es geht darum, Wege zu finden, wie sie eigene Positionen relativeren können.

Der Workshop will mit Filmbeispielen, im Gespräch mit „Aussteigern“ und Rollenspielen Hilfestellungen geben, wie Verschwörungsdenken, totalitärem und religiösen Extremismus begegnet werden kann. In einem weiteren Schritt soll aufgezeigt werden, wie man sich diesen Formen entgegenstellen kann.

Wir wollen künftige Multiplikatoren schulen, sich auf einen Diskurs einzulassen. Hierzu ist es wichtig zu erkennen, dass es selten ein klares „richtig“ und ein klares „falsch“ gibt. Die Multiplikatoren sollen darin ausgebildet werden, solche Trainings selbst zu halten.

16.30-18.45 Uhr:

Zeit: 16.30-18.45 Uhr
Raum: WBK

Antisemitismus: Geschichte, Gegenwart, Gegenmaßnahmen

Prof. Dr. Klaus Wolf (Vorsitzender der Synagogenstiftung Ichenhausen)

AntisemitismusAntisemitismus ist Gegenwart, hat aber auch eine lange Geschichte. Der Workshop führt in die Anfänge der Judenfeinschaft bereits in der Antike und spannt den Bogen historisch vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen den Unterschied zwischen Antijudaismus und Antisemitimus kennen. Ebenfalls gibt es Hinweise auf  unterschiedliche Anitsemitismen in Europa und etwa im Nahen Osten sowie in der islamischen Welt, was angesichts des Migrationshintergrundes nicht weniger Schülerinnen und Schüler von Bedeutung ist. Neben dieser mehr kognitiven Betrachtung steht die praktische Einübung zu Workshops mit jungen Menschen zum Thema Antisemitismus. Der Seminarleiter hat wiederholt zum historischen Antisemitismus publiziert und ist Vorsitzender der Synagogenstiftung Ichenhausen, kennt also sowohl die theoretischen wie auch die praktischen Hintergründe des Phänomens Antisemitismus.

Zeit: 16.30-18.45 Uhr
Raum: KB

EU-Planspiel: Möglichkeiten europäischer Politik gegen Rassismus und Antisemitismus.

Moritz Leibinger, Delian Schnebel (Gesellschaftswiss. Institut München für Zukunftsfragen e.V.)

Europaplanspiele

Beim Betrachten der jüngeren Vergangenheit der EU wird der Anschein erweckt, dass sich das europäische Projekt in einem dauerhaften Krisenzustand befindet. Auf die Finanz- und Eurokrise folgte die Migrationskrise, weitere Krisen folgten. Hinzu kommt der steigende Antisemitismus in allen Ländern. Mit der zunehmenden Migration wurden die EU-Mitgliedsstaaten auch in religiösen Belangen heterogener. Insbesondere muslimische Gemeinschaften werden größer, während sich gleichzeitig viele Menschen von den Religionen distanzieren. Gleichermaßen nehmen extremistische religiöse Bewegungen zu. Neue Maßnahmen scheinen nötig, damit die Religionen sich nicht radikalisieren und somit den Integrationsprozess erschweren oder gar zu einer Fragmentierung der Staaten führen.

Kann die Europäische Union die religiöse Heterogenität zusammenführen? Wie wird sich die politische Landschaft aufgrund dieser Veränderungen polarisieren? Was könnte die EU tun, damit wir in Europa weiterhin die Menschenrechte oder die Demokratie nach den bisherigen Maßstäben beibehalten können? Warum ziehen sich Menschen stärker in ihre Religionsgemeinschaften zurück? Hat dies mit der Wechselwirkung zwischen Ausgrenzung von Seiten der Aufnahmegesellschaft und Abgrenzung von Seiten der Einwanderer zu tun? Kann Religion als Katalysator der Integration dienen, die Orientierung in der fremden Umgebung vermittelt? Oder eher das Gegenteil?

Dieses Planspiel soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst dazu befähigen und ermutigen, sich auf politische Diskussionen einzulassen. Sie sollen Positionen von Parteien und führenden Politikern einnehmen, um gemeinsam über religionspolitische Themen zu diskutieren. In einem weiteren Schritt sollen sie lernen, selbst solche Planspiele durchzuführen. Dies soll in vier Sitzungen zu je drei Stunden vermittelt werden.

19.00-21.15 Uhr:

Zeit: 19.00-21.45 Uhr
Raum: WBK

Aktiv gegen Antisemitismus im Extremismus

Privatdozentin Dr. habil. Karin Schnebel (Hochschullehrerin Univ. Passau, Leiterin GIM)

ExtremismusDer Workshop möchte aufzeigen, welche Mechanismen zu extremen politischen oder religiösen Positionen führen können. Er soll diese Bewegungen in ihrem Kern entlarven und die Teilnehmenden dazu befähigen und ermutigen, sich diesem entgegenzustellen. Unsere Demokratie können wir nur schützen, wenn wir Möglichkeiten finden in Diskussionen extreme Haltungen zu erkennen und in einem nächsten Schritt, diesen entgegentreten können. Dazu gehört auch, die Menschen für ihre Haltungen nicht zu verurteilen, sondern überlegen, wie sie diese Positionen relativieren könnten. Der Fokus wird hier auf religiöser Radikalisierung und religiösem Extremismus liegen. Woher kommt dieser und was könnte die Politik tun, um diesen kompatibel mit unserem demokratischen System zu belassen? Dieser Workshop soll Wege aufzeigen, wie wir radikalem religiösen oder extremistischem Denken entgegnen können. Hierzu werden auch Rollenspiele durchgeführt. Wir wollen künftige Multiplikatoren schulen, sich auf einen Diskurs einzulassen. Hierzu ist es wichtig zu erkennen, dass es selten ein klares „richtig“ und ein klares „falsch“ gibt. Die Multiplikatoren sollen darin ausgebildet werden, solche Trainings selbst zu halten.

Zeit: 19.00-21.45 Uhr
Raum: KB

EU-Planspiel: Möglichkeiten europäischer Politik gegen Rassismus und Antisemitismus.

Moritz Leibinger, Delian Schnebel (Gesellschaftswiss. Institut München für Zukunftsfragen e.V.)

Europaplanspiele

Beim Betrachten der jüngeren Vergangenheit der EU wird der Anschein erweckt, dass sich das europäische Projekt in einem dauerhaften Krisenzustand befindet. Auf die Finanz- und Eurokrise folgte die Migrationskrise, weitere Krisen folgten. Hinzu kommt der steigende Antisemitismus in allen Ländern. Mit der zunehmenden Migration wurden die EU-Mitgliedsstaaten auch in religiösen Belangen heterogener. Insbesondere muslimische Gemeinschaften werden größer, während sich gleichzeitig viele Menschen von den Religionen distanzieren. Gleichermaßen nehmen extremistische religiöse Bewegungen zu. Neue Maßnahmen scheinen nötig, damit die Religionen sich nicht radikalisieren und somit den Integrationsprozess erschweren oder gar zu einer Fragmentierung der Staaten führen.

Kann die Europäische Union die religiöse Heterogenität zusammenführen? Wie wird sich die politische Landschaft aufgrund dieser Veränderungen polarisieren? Was könnte die EU tun, damit wir in Europa weiterhin die Menschenrechte oder die Demokratie nach den bisherigen Maßstäben beibehalten können? Warum ziehen sich Menschen stärker in ihre Religionsgemeinschaften zurück? Hat dies mit der Wechselwirkung zwischen Ausgrenzung von Seiten der Aufnahmegesellschaft und Abgrenzung von Seiten der Einwanderer zu tun? Kann Religion als Katalysator der Integration dienen, die Orientierung in der fremden Umgebung vermittelt? Oder eher das Gegenteil?

Dieses Planspiel soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst dazu befähigen und ermutigen, sich auf politische Diskussionen einzulassen. Sie sollen Positionen von Parteien und führenden Politikern einnehmen, um gemeinsam über religionspolitische Themen zu diskutieren. In einem weiteren Schritt sollen sie lernen, selbst solche Planspiele durchzuführen. Dies soll in vier Sitzungen zu je drei Stunden vermittelt werden.

Unsere Workshopleiter

Unsere neuen Multiplikatoren ausgebildet im Herbst 2020 mit Themenschwerpunkt „Religion und Migration“

(Projekt Selbstbestimmung und Integration im Dialog der Konfessionen und Religionen)

Diese Multiplikatoren werden am 04. Februar 2021 auf dem Online-Kongress mit Online-Podium „Zukunft der Religionen und Integration – Bestimmen Religionen über die Welt?“ eingesetzt.

Archiv

Multiplikatorenschulungen Herbst/Winter 2020

Themenschwerpunkt „Religion und Migration“
(Projekt Selbstbestimmung und Integration im Dialog der Konfessionen und Religionen)

Die Workshops finden Sie hier…

ONLINE MULTIPLIKATORENAUSBILDUNG – Sommer 2020

Zukunft der Religionen und Integration
(Projekt Selbstbestimmung und Integration im Dialog der Konfessionen und Religionen)

Die Workshops finden Sie hier…

MULTIPLIKATORENAUSBILDUNG  2017/ 2018 in München

(Projekt Selbstbestimmung und Integration)

Eindrücke finden Sie hier…