Populismus und Extremismus in der Bundesrepublik

Online-Vortrag

15.08.2020, Seidel-Stiftung

 

15.8., 11.00-13.00 Uhr (max. 20 Teilnehmer) - Populismus und Extremismus in der Bundesrepublik

Rechtspopulisten, Neo-Linke, Islamisten, EU-Gegner: In ganz Europa sind radikale und teilweise extremistische Parteien erstarkt und auch im vorpolitischen Raum gibt es immer mehr Zusammenschlüsse, die unsere demokratischen Grundprinzipien in Frage stellen. Dies zieht sich durch die Gesellschaft wie ein Virus. Die Schere zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten klafft immer weiter auseinander. Was ist mit den westlichen Demokratien los? Geben nun Demagogen den Takt vor? Kommen wir gar vom Weg der Freiheit ab?

Während die Extremisten den Staat ablehnen und eine neue Gesellschaftsordnung favorisieren, reicht den Populisten eine gesellschaftliche Umwälzung, doch sie verbleiben zunächst innerhalb des bestehenden Systems als radikale, aber nicht extremistische Bewegung. Konkret wird dabei eine antipluralistische und antielitäre Ideologie verfolgt, die über Vereinfachungen, Feindbildkonstruktionen und die Leugnung komplexer Gesellschaftsordnung vermittelt wird. Sie findet vor allem emotionalen Zuspruch. Im Vorderrund stehen Wortführer, die aggressiv ausgrenzend agieren und sich als alleinige Vertreterinnen und Vertreter des so genannten Volkswillens betrachten. Während der rechte Populismus sich gegen Einwanderer, Ausländer und die kulturelle Pluralität wendet, wollen die linken Populisten eine sozialistische Umwälzung und idealisieren die sozialstaatliche Fürsorge.

Was kann man gegen diese Tendenzen tun? Ist es wirklich das Fördern des politischen Dialoges, der diesen Diskussionen entgegentreten könnte? In diesem Vortragsseminar mit Diskussion sollen Überlegungen getroffen werden, wie man auf unterschiedlichen Ebenen der Gesellschaft das Bewusstsein für den Wert unserer freiheitsorientierten Demokratie fördern könnte.