Hands-on gegen Antisemitismus und Islamismus
(2026-2027)
Projektträger: Gesellschaftswissenschaftliches Institut München e.V. (GIM)
Ansprechpartnerinnen: Priv.-Doz. habil. Dr. Karin Schnebel, Patrick Schwan
Gefördert von der Sparkassenstiftung
Projektanliegen und Ziele
Das Projekt zielt darauf ab, aktuellen islamistischen und antisemitischen Tendenzen in Bayern präventiv entgegenzutreten. Auf diese Weise sollen demokratische Haltungen sowie gesellschaftliche Resilienz gestärkt werden. Die Maßnahmen richten sich sowohl an Schülerinnen und Schüler als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger in urbanen wie ländlichen Räumen.
Inhalte und Methoden der Workshops
Alle Formate orientieren sich am Beutelsbacher Konsens.
- Kontroversität gewährleisten
- Keine Überwältigung der Teilnehmenden
- Förderung von Urteils- und Handlungskompetenz
Es wird mit vielen methodischen Elementen gearbeitet (Wertedreiecke, Rollenspiele, Gruppenarbeiten, Talkshows als Methode, gestalterische Methoden, Interviews, Pro-Kontra-Debatten, Podien als Methode, Planspiele, etc.).
Folgendes sind drei Beispiele, die wir je nach Schultyp, Zielgruppe, Bedarfe anpassen.
Haltung zeigen in der Demokratie: Antisemitismus, Verschwörungstheorien oder Rassismus bekämpfen

Seit dem 7. Oktober 2023 ist Antisemitismus weltweit, aber auch in Deutschland und Bayern deutlich gestiegen. Viele Formen bedienen sich ähnlicher Verschwörungsnarrative. Im Workshop werden Beispiele aus sozialen Medien sowie aus rechten, linken und islamistischen Kontexten gezeigt und erklärt.
Die Teilnehmenden lernen, antisemitische Äußerungen zu erkennen und politische Gespräche zu analysieren, in denen Positionen andere abwerten oder bestimmte Aussagen als unsagbar darstellen. Häufig verbergen sich darin antisemitische Inhalte. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, solchen Äußerungen respektvoll und sicher entgegenzutreten.
Abschließend wird gezeigt, dass ein demokratisches System die aktive Unterstützung einer möglichst breiten Bevölkerungsschicht benötigt.
Länderplanspiel gegen Antisemitismus zum Thema Israel und der Nahostkonflikt

Dieser Workshop bzw. das Planspielmöchte antisemitische Tendenzen sichtbar machen, indem am Beispiel des Nahostkonflikts die politische Lage Israels erläutert wird und gezeigt wird, wie eng dieser Konflikt mit Vorbehalten gegenüber jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern verbunden ist. Eskalationen in der Region führen oft auch in Europa zu Protesten oder Anfeindungen, und Kritik an der Politik Israels schlägt häufig in Antisemitismus um.
Die wichtigsten Aspekte des Konflikts – von Jerusalem über Grenzverläufe, Siedlungsbau bis zur Flüchtlingsfrage – werden vermittelt, um zu verstehen, warum die Krise trotz internationaler Vermittlung bestehen bleibt. Ein Planspiel ermöglicht den Teilnehmenden, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, die Komplexität des Konflikts nachzuvollziehen und politische Diskussionen reflektiert zu üben.
Aktiv gegen Islamismus!

Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich der Islamismus weltweit schneller verbreitet; dies gilt für ganz Bayern. Wir wollen die Problematik aufzeigen und mit Übungen helfen, dies zu erkennen. Der Workshop stärkt demokratische Werte und kritisches Denken.
Er vermittelt Grundlagen zu Ideologien des politischen Islamismus.
Darüber hinaus lernen Jugendliche, extremistische Narrative zu erkennen.
Diskutiert werden Online-Propaganda, Rekrutierungsstrategien und Grauzonen. Ziel ist Resilienz gegenüber Radikalisierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu erlangen. Konkret klären wir über extremistische Ideologien auf – ohne Pauschalisierung. Wir analysieren reale Fallbeispiele aus dem Netz. Wir trainieren Argumentations- und Widerspruchskompetenz mit Rollenspielen. Wir fördern Dialog, Ambiguitätstoleranz und Empathie anhand von „Wertedreiecken“ (Methode). Somit stärken wir Jugendliche gegen Radikalisierungsversuche.