Konzept: Selbstbestimmung und Integration

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Konzept: Selbstbestimmung und Integration –
ein Dialog-, Mitmach- und Lernformat für zugewanderte und einheimische junge Menschen

 

Die für das Projekt „Selbstbestimmung und Integration“ verantwortlichen Wertebündnispartner widmen sich seit jeher der Förderung der Demokratie. Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation soll der Ansatz der Demokratieförderung und der gesellschaftlichen Teilhabe aller Menschen auf die spezielle Zielgruppe der Zugewanderten ausgeweitet werden.

„Die Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben ist dabei ein gemeinsames Verständnis über Grundwerte des friedlichen, respektvollen, demokratischen Miteinanders. Deshalb ist es sowohl für diejenigen, die schon lange in Bayern leben, als auch für diejenigen, die neu aus anderen Ländern zu uns kommen, wichtig, einerseits Spannungen aushalten zu können, andererseits sich aber auch der eigenen Wertebasis bewusst zu sein und unser freiheitlich-demokratisches Modell des Zusammenlebens zu vertreten.“ (Gesamtkonzept Initiative für Integration und Toleranz 2016)

Wie sollen geflüchtete Menschen und Einheimische sich kennenlernen? Wie kann man Foren schaffen, in denen es Möglichkeiten gibt, dass sich Menschen begegnen können, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen? Wie kann man bewirken, dass dies nicht nur an einem Abend geschieht, sondern dass dies längerfristig Bestand haben kann? Welches Wissen kann aus einem solchen Versuch der aktiven Begegnung gezogen werden? Können, neben den Erfahrungen für die Einzelnen, daraus Erkenntnisse für die Politik, die Politische Bildung, die Wissenschaft, die Musik oder auch die Gesellschaft gezogen werden? Wie kann auch politische Integration gelingen und wie können aus Geflüchteten selbstbestimmte, ihre Angelegenheiten mitbestimmende Staatsbürger werden?

Zusätzlich zu den Inhalten und Themen rund um die Integration steht daher auf dem Auftaktkongress die Förderung persönlicher Kontakte im Mittelpunkt. Wir wollen durch Interaktion, Partizipation, Erfahrung und das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur Integrationsmöglichkeiten schaffen, die nicht nur für die Geflüchteten, sondern auch für die Einheimischen wertvoll sind. Integration funktioniert niemals einseitig. Nur wenn beide Seiten darauf hinarbeiten kann dies gelingen.

Dieser Kongress soll nicht zuletzt dazu beitragen, selbstbestimmt, eigenverantwortlich und selbstreflexiv mit sich wandelnden gesellschaftlichen Herausforderungen umzugehen. Um diese Ziele erreichen zu können, muss das Zusammenleben in unserer Gesellschaft als ein Miteinander erlebt werden, es soll als Lebensform erfahrbar werden, wie Himmelmann konstatiert: "Es geht

 […] nicht um 'Belehrung', sondern um die Ermöglichung der Sammlung von konkreten 'Erfahrungen' mit Demokratie in der vielfältigsten Form und es geht um das 'Wachstum dieser Erfahrung'...Gemeint ist dabei die 'face-to-face'-Ebene der Demokratie" (Himmelmann 2006: 77f)

Studien des Politikwissenschaftlers Robert D. Putnam haben gezeigt, dass soziales Kapital, also die „Ressourcen, die mit dem Besitz eines dauerhaften Netzes von mehr oder weniger institutionalisierten Beziehungen gegenseitigen Kennens oder Anerkennens verbunden sind“ (Bourdieu 1983:190f) entscheidend ist für das Funktionieren einer Demokratie und dass etwa Mitgliedschaften in Vereinen, Orchester, Chorgruppen, Kegelclubs etc. die Wahrscheinlichkeit politischer Beteiligung erhöhen. Bedenklich ist daher die allgemein zu beobachtende Individualisierung in westlichen Gesellschaften, die mit einer generellen Abnahme des sozialen Kapitals einhergeht. Persönliche Kontakte mit Einheimischen und gemeinsame Aktivitäten, in einem nächsten Schritt auch durch Mitgliedschaften, sind also unverzichtbar, wenn Integration auf Dauer gelingen soll.

Um dies zu präzisieren haben wir folgende Fragen gestellt: Wie kann die Distanz zwischen Einheimischen und Geflüchteten aufgehoben werden? Wie kann ein Austausch auf gleicher Augenhöhe stattfinden? Wie können auch zufällige Begegnungen stattfinden? Wie kann ein Veranstaltungsformat so gestaltet werden, dass es den Bedürfnissen des alltäglichen Lebens der jungen Menschen möglichst weit entgegenkommt? Wie kann erreicht werden, dass daraus etwas Langfristiges entsteht?

Da soziale Kontakte alleine nicht ausreichen, hat der Kongress auch eine zentrale inhaltliche Botschaft: Neben den notwendigen Informationen über Politik, Geschichte und Gesellschaft soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch die Erfahrung der Möglichkeit eines offenen und freien Lebensstils ermöglicht werden (Dewey 1993). Ein weiteres Ziel ist es, Anerkennung für die jeweils andere Kultur zu gewinnen. Erst wenn sich Menschen in ihrer Kultur als anerkannt betrachten, ist ein Prozess der Integration möglich (Taylor 1997, S. 13/14); das heißt erst dann können sie aufeinander zugehen.

Zudem können sich in Musikworkshops Menschen unterschiedlicher Kulturen begegnen, ohne mit der Sprachbarriere konfrontiert zu sein. Über die Musik können Gemeinsamkeiten geschaffen werden, die zu längerfristigen Verbindungen führen können. Darüber hinaus können in diesem Projekt auch künstlerisch orientierte Menschen ihre Vorstellungen in der Konzeption eines Kongressplakates einbringen, welches an der Kunsthochschule in München umgesetzt wird.

Um die nachhaltige Wirkung des Kongresses und Nachfolgeveranstaltungen sicherzustellen, werden junge Menschen im Laufe des Jahres 2017 zu Multiplikatoren ausgebildet, um selbst Integrationsworkshops anbieten zu können. Genauso sollen die teilnehmenden Zugewanderten dazu befähigt werden, das erworbene Wissen und ihre Erfahrungen an ihr soziales Umfeld weiterzugeben. Insgesamt sind 18 Workshops von jeweils 4 Unterrichtseinheiten (zu je 45 Min.) geplant. Unterstützend wird ProjectTogether nach dem Integrationskongress Telefoncoaching für die Multiplikatoren anbieten. Alle Teilnehmenden sollen das Gefühl erhalten, selbst zu ihrer Zukunft und zur Zukunft dieser Gesellschaft etwas beitragen zu können. Denn die „Leidenschaften des Herzens, die Gedanken des Geistes, die Lust der Sinne“ (Hannah Arendt) finden ihren demokratischen Ausdruck in der Begegnung von Vielfalt und treiben diese voran.

Am Kongress sollen ca. 60 - 80 Jugendliche und junge Erwachsene teilnehmen. Es werden tagsüber parallel fünf Workshops stattfinden und zwar in drei Panels. 12 Workshops betreffen die gesellschaftliche und politische Bildung. Drei Workshops widmen sich der Musik. Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung in Form eines Konzertes mit europäischer und außereuropäischer Musik im Plenum (Junge Münchner Symphoniker/AsylArt) rundet den Kongress ab.

Beginn: 12.00 Uhr, Evangelische Stadtakademie München

Begrüßung: Dr. Karin Schnebel, Dr. Andrea Taubenböck

Ansprache: Migrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung Martin Neumeyer (MdL)

Workshopeinheiten: je 5 Workshops parallel

  • Erste Workshopeinheit:        13.00 - 14.30 Uhr
  • Zweite Workshopeinheit:      15.00 - 16.30 Uhr
  • Dritte Workshopeinheit:        17.00 - 18.30 Uhr

Vorstellung im Plenum:                   18.30 – 19.15 Uhr

(Plakatvorstellung, Vorstellung der Musikprojekte)

Abendessen:                                       19.15-20.00 Uhr

Abendprogramm:                              20.00 - 21.30 Uhr

Teilnehmer: 60 - 80 Jugendliche und junge Erwachsene (Zugewanderte und Einheimische)

Ort: Evangelische Stadtakademie München

Alle Workshops sollen Foren schaffen, in denen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen begegnen. Insgesamt wird es 15 Workshops geben.

Politische Workshops

1.) Heimat, Flucht und Ankunft in Europa (Europäische Akademie Bayern) 13:00-14:30 Uhr
Workshop zur europäischen Politik, Workshopleitung Tabea Schneider B.A.

Nichts polarisiert die Weltpolitik und unsere Gesellschaft seit vielen Monaten so sehr wie die Themen Flucht und Asyl. Fast 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Warum verlassen gerade jetzt so viele Menschen ihre Heimat und suchen Schutz in Europa? Was passiert mit Schutzsuchenden in der Europäischen Union? Welche Regelungen bestehen derzeit in der EU und wie werden diese umgesetzt? Endet „der Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ an Europas Außengrenzen?

2.) Kollektivismus oder Individualismus? (GIM) 17:00-18:30 Uhr
Workshop zum Thema Gemeinsamkeiten oder Unterschiedlichkeiten, Workshopleitung Dr. phil. habil Karin B. Schnebel

In welchen Kulturen ist Kollektivismus oder Individualismus stärker ausgeprägt? Wie können wir es schaffen, dass wir uns hier alle wohlfühlen? Inwiefern ist es sinnvoll, dass wir gleich denken? Hier soll darüber reflektiert werden, wo wir miteinander gemeinsame Werte finden könnten und welche uns voneinander unterscheiden. Wie kann mit diesen Differenzen umgegangen werden?

3.) Wir in Europa – was ist damit gemeint? (Europäische Akademie Bayern) 15:00-16:30 Uhr
Workshop zu den Grundlagen der Europäischen Union, Workshopleitung Tabea Schneider B.A.

In letzter Zeit wird die Europäische Union immer wieder in Frage gestellt. Gerade von Rechtspopulisten in den verschiedenen nationalen Parlamenten. Wir wollen uns genauer anschauen, was Europa eigentlich ausmacht? Und warum man vor vielen Jahren die Europäische Union gegründet hat?

4.) Politisches Engagement über Wahlen und in Parteien: Jede Stimme zählt! (GIM) 15:00-16:30 Uhr
Workshop über das Funktionieren unserer Demokratie, Workshopleitung Dr. phil. Tanja Zinterer

Deutschland ist eine Demokratie:  Auch wenn die Bundeskanzlerin Angela Merkel als mächtigste Person Deutschlands erscheint und aller Augen auf sie und ihre Entscheidungen gerichtet sind, hat sie diese Macht nur, weil ihre Partei, die CDU, die letzten Bundestagswahlen gewonnen hat und jetzt gemeinsam mit der SPD regiert.

5.) Wie man richtig streitet! (Netzwerk Politische Bildung Bayern), 17:00-18:30 Uhr
Workshop zum Thema Politikverdrossenheit, Workshopleitung Dr. phil. Christian Boeser-Schnebel

Dies ist eine Herausforderung für alle, die in diesem Land wohnen. Was ist für uns Demokratie und wie können wir uns einbringen? Gibt es eine „richtige“ Meinung? Wie kann man mit gegensätzlichen Ansichten umgehen? Mit dem Argumentationstraining wird die Begegnung mit Politik eingeübt und kontrovers diskutiert.

6.) Wem gehört der Kuchen? (Netzwerk Politische Bildung Bayern) 13:00-14:30 Uhr
Workshop zum Thema Demokratie, Workshopleitung Florian Wenzel

Wer soll wie viel vom Kuchen bekommen? Jeder gleich viel? Ist das gerecht? Oder diejenigen mehr, die ihn gebacken haben? Oder ist es gerechter, dass die Bedürftigen mehr bekommen? Wer entscheidet darüber? Die Besitzer des Kuchens? Die Hungrigen?

Gesellschaftliche Workshops

7.) Gesellschaftliches Engagement in Bayern (Münchner Freiwillige –  Wir helfen e.V.) 17:00-18:30 Uhr
Workshop zum Thema gesellschaftliches Engagement, Workshopleitung Maximilian Mayer

Was bedeutet Engagement und welche Möglichkeiten gibt es sich zu engagieren? Es werden die unterschiedlichen Wege aufgezeigt, sich gesellschaftlich einzubringen und auch Integration zu befördern. Ehrenamtliche berichten von ihrem Engagement und praktische Tipps erleichtern das Verstehen der Strukturen und die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in Deutschland.

8. + 9.) „Ländercafe“ (Diakonie Jugendhilfe Oberbayern) 13:00-14:30 Uhr und 15:00-16:30 Uhr
Ländertische – gegenseitiger Austausch, Workshopleitung Levent Ensan und Michael Brachmann

Hier berichten Jugendliche aus verschiedenen Ländern von ihren Erlebnissen. Welche Vorstellungen haben wir vom jeweils anderen Land? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben die Kulturen aus Sicht der Jugendlichen? Wie empfinden Jugendliche das Leben in Deutschland und vor welche Herausforderungen sind diese gestellt? Welche Bedeutung hat die Jugendhilfe für die Geflüchteten?

10. + 11.) Christen und Muslime in Deutschland (Eugen-Biser-Stiftung) 13:00-14:30 Uhr und 15:00-16:30 Uhr
Ziel ist der Gewinn an Kompetenzen des interkulturellen Verstehens und des Austausches, Workshopleiter Erdoğan Karakaya (M.A.) und Stefan Zinsmeister

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten gemeinsam mit christlichen und islamischen Referentinnen und Referenten, wie der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Traditionen erfolgreich sein kann, welche Herausforderungen entstehen und wie man gemeinsame Ziele formulieren kann.

12.) Stop crying, start doing! (ProjectTogether) 17:00-18:30 Uhr
Ziel ist es, miteinander Projekte zu entwickeln und durchzuführen, Workshopleiterin Franziska Klein, B.Sc.

Im Rahmen des interkulturellen Projektworkshops sollen Deutsche, Zuwanderer und Geflüchtete in Kleingruppen soziale Projekte planen, die eine politische, gesellschaftliche oder ökologische Relevanz für das tägliche Leben, die Gesellschaft oder die Umwelt haben.

Musikalische Workshops

13.) Zusammen? Leben! (AsylArt) 13:00-14:30 Uhr
Wir kommen durch Musik zusammen,
erkennen unsere Verschiedenheiten und nützen diese für uns. Workshopleiter Ruth Golic und Stephan Lanius

Stimme, Klang, Rhythmus, Melodien, wir kennen sie alle. Doch jeder Mensch hat seine eigene musikalische Sprache. Vielfalt hält uns lebendig und macht uns stark. Wir suchen einen Weg, zusammen zu kommen und uns zu verbinden ohne unserer Unterschiedlichkeiten aufzugeben.

14.) Fremde Welt? (AsylArt) 15:00-16:30 Uhr
Gesellschaftliche Konflikte als Energiequelle für Musik, Tanz und Bewegung, Workshopleiter Ruth Golic und Stephan Lanius

Indem wir Musik, Tanz, Bewegung eine Bedeutung geben, können wir diese stärken und präsent machen. Als Themen nehmen wir Konflikte und Widersprüchen in der Gesellschaft und setzen sie spielerisch um. Sind sie wirklich so bedrohlich?

Durch geleitete improvisatorische Arbeit finden wir neue und unkonventionelle Bewegungen, die ausdrucksvoll und dramatisch wirken. Ideen und Assoziationen können sich in individuelle Ausdrucksformen verwandeln.

15.) Gestaltung einer Musik-Performance (AsylArt) 17:00-18:30 Uhr
Jeder hat Erfahrungen, die sonst keiner hat. Workshopleiter Ruth Golic und Stephan Lanius

Durch Austausch von sozialen und gesellschaftlichen Themen entwickeln wir eine uns verbindende Musikperformance. In angeleiteten Improvisationen wird Körperrhythmus, musikalischer Rhythmus, sowie gefühlte und gemessene Zeit erkundet und ein spielerischer Dialog zwischen Gemeinschaft, Tanz und Musik eröffnet.

Die Projektlaufzeit beginnt am 01.10.2016 und dauert bis zum 30.09.2018. Die öffentlichkeitswirksame Umsetzung des Projektes beginnt mit dem Auftaktkongress am 18.03.2017. Nach dem 18.03.2017 finden Fortbildungen (gesamt 18 Workshops zu je 4 Unterrichtseinheiten) für die Dauer von einem Jahr statt. Sie dienen dazu, junge Menschen als Multiplikatoren auszubilden, die dann selbst Workshops für einheimische und geflüchtete junge Menschen anbieten können.

Die Dokumentation des Projekts erfolgt durch die Erstellung eines wissenschaftlichen Sammelbands sowie durch eine Internetseite.

Im Frühjahr 2018 wird ein Folgekongress stattfinden, bei dem die ausgebildeten Multiplikatoren selbst Workshops leiten sollen.

Projektphase 1: Detailkonzeptionierung und erster Durchlauf des Integrationskongresses

01.10.2016                                         Projektbeginn

  • Treffen der Projektpartner
  • Detailkonzeptionierung
  • Erstellung der Internetseite
  • Öffentlichkeitsarbeit

18.03.2017                                         Integrationskongress mit Workshops (Evangelische

Stadtakademie München)

Projektphase 2: Dokumentation, Publikationen und Fortbildungen

Bis 31.10.2017                                   Erstellung eines wissenschaftlichen Sammelbandes

Bis 31.12.2017                                   18 Fortbildungen von Multiplikatoren (junge Menschen)

zu je 4 Einheiten

Ab Herbst 2017                                                Angebot der Workshopformate von Dozentinnen und Dozenten für Schulen, politische Bildungseinrichtungen, Jugendgruppen, etc.

Projektphase 3: Sicherung der nachhaltigen Wirksamkeit des Projekts

Frühjahr 2018                                   Zweiter Integrationskongress

Bis 30.09.2018                                   Veröffentlichung und Verbreitung von Projektergebnissen, z.B. in Form von Handreichungen, Unterrichtsmaterialien, weiteren Publikationen

Workshops der fortgebildeten Multiplikatoren für junge Menschen jeglicher Herkunft

Die Stiftung Wertebündnis Bayern finanziert die Evaluation der Gesamtinitiative für Integration und Toleranz sowie aller Einzelprojekte. Die am Projekt „Selbstbestimmung und Integration“ beteiligten Partner kalkulieren Zeitbudgets für die Kooperation mit dem Evaluationsteam ein und tragen zum Gelingen einer aussagekräftigen Evaluation bei.

Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten, werden junge Menschen nach dem Auftaktkongress dazu befähigt, Workshops selbst durchzuführen. Dafür sollen auch Zugewanderte gewonnen werden. Ein Folgekongress soll Anstoß für die weitere Vertiefung und Ausweitung der politisch-gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Integrationsthematik geben.

Durch fachliche und didaktisch-pädagogische Beiträge auf der Internetseite und durch einen wissenschaftlichen Sammelband wird das Projekt dokumentiert.

Bourdieu, Pierre (1983): Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital, in: Reinhard Kreckel (Hg.): Soziale Ungleichheiten (Soziale Welt Sonderband 2), Göttingen, S. 183-198.

Christakis, Nicolas/Fowler, James (2009): Connected: The Surprising Power of Our Social Networks and How They Shape Our Lives -- How Your Friends' Friends' Friends Affect Everything You Feel, Think, and Do. Little, Brown and Co., New York.

Dewey, John (1916/1993): Demokratie und Erziehung. Eine Einleitung in die philosophische Pädagogik. Beltz. 3 Himmelmann, Gerhard (2006). Leitbild Demokratie-Erziehung, S. 116.

Himmelmann, Gerhard (2006). Leitbild Demokratie-Erziehung, Vorläufer, Begleitstudien und internationale Ansätze zum Demokratie-Lernen. Wochenschau-Verlag, S. 77f.

Putnam, Robert D. (2000): Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community. Simon & Schuster, New York.

Putnam, Robert D. (1993): Making Democracy Work: Civic Traditions in Modern Italy. Princeton University Press, Princeton.

Taylor, Charles (1997): Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung. Fischerverlag, Frankfurt am Main., S. 13/14.

Wertebündnis Bayern (2016): Gesamtkonzept Initiative für Integration und Toleranz (https://www.wertebuendnis-bayern.de/projekte/integration-und-toleranz/)