Demokratie gestalten, Zukunft gestalten (2026 – 2028)
Ein Projekt des Wertebündnis Bayern
Projektträger: Gesellschaftswissenschaftliches Institut München e.V. (GIM)
Infos zum Projekt
Projektpartner: Generalkonsulat des Staates Israel,Katholisches Schulwerk in Bayern, Zukunftsstiftung Ehrenamt, Versicherungskammer Bayern Stiftung
Kooperationspartner: Evangelischer Handwerkerverein e.V., Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern
Projektzeitraum: 01.01.2026 – 31.12.2028
Wanderausstellung
Im Mittelpunkt des Projektes steht eine Demokratie-Wanderausstellung (mind. 5 Orte), darunter drei bis fünf Schulen sowie mindestens zwei außerschulische Orte (Rathäuser, Bibliotheken).
Demokratische Prinzipien

- Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Gewaltfreiheit, Versammlungsfreiheit, Recht auf Opposition, Recht eine Partei zu gründen, Rechtsstaatlichkeit, Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Menschenrechte, Pressefreiheit, Unabhängigkeit der Gerichte, freie und gleiche Teilnahme aller Bürger am politischen Prozess, Verantwortlichkeit der Regierung, Rechenschaftspflicht der politischen Vertretung, Transparenz, Politische Toleranz, Mehrparteiensystem, Kontrolle über Machtmissbrauch, Freiheit der Wirtschaft, freie und faire Wahlen, Akzeptieren von Wahlergebnissen.
- Diese demokratischen Prinzipien sollen von Schülerinnen und Schülern aller Schularten künstlerisch umgesetzt werden. Dies können Arbeiten einer ganzen Klasse sein, kleiner Gruppen oder auch Einzelarbeiten.
- Bei späteren Führungen durch die Ausstellung sollen interaktive Stationen aufgebaut werden, also Workshopmodule für die demokratischen Prinzipien.
Vorbereitende und begleitende Workshops
Workshopthemen
Haltung zeigen

Unsere Demokratie können wir nur schützen, wenn wir Möglichkeiten finden, in Diskussionen extreme Haltungen zu erkennen und diesen in einem nächsten Schritt entgegenzutreten. Wir wollen Teilnehmende schulen, sich auf einen Diskurs einzulassen, andere Menschen für ihre Haltungen nicht zu verurteilen, sondern zu überlegen, wie sie diese Positionen relativieren könnten. Dazu werden neben verschiedenen methodischen Elementen, wie Wertequadrate, Gruppenarbeiten, etc. auch Rollenspiele durchgeführt. Eine wichtige Erkenntnis ist jedoch, dass es in der Politik selten ein klares „richtig“ und ein klares „falsch“ gibt.
Demokratische Prinzipien für unsere Zukunft

In diesem Workshop sollen anhand von Beispielen die demokratischen Prinzipien nahegelegt und diskutiert werden. Auch die Widersprüche sollen gezeigt und es soll besprochen werden, wie damit im Alltag umgegangen werden kann. Widersprüche finden wir u.a. beim Thema Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Gleichheit der Geschlechter, etc. In allen Fällen sind es die extremen Auslegungen, die dann mit demokratischen Werten nicht vereinbar sind. Verschiedene methodische Einheiten versprechen für die Teilnehmenden einen spannenden Workshop.
Es sollen verschiedene Module von den Projektverantwortlichen erarbeitet werden, die den demokratischen Prinzipien entsprechen. Diese werden in der ersten Projektphase konkret überlegt und ausgearbeitet:
- Menschenrechte: Methode – Werte- und Entwicklungsquadrat, Pro-Contra-Debatte, etc. (bspw. Menschenhandel in Europa, etc.)
- Menschenwürde: Unterschied zwischen Ehre und Würde herausarbeiten – Methode – Comicinterpretationen, Unter- und Überordnungen in Demokratien erarbeiten, etc.
- Versammlungsfreiheit: Simulation Demo und Folgen
- Meinungsfreiheit: Grenzen zwischen Meinung und Diskriminierung zeigen
- Geschlechtergerechtigkeit: Dilemma Religion und Geschlechtergerechtigkeit zeigen
- Religionsfreiheit: Wertedreieck
- Recht auf Opposition: Planspiel
- Freiheit der Wirtschaft: Erklärungen und Inselbeispiel (genetische Politikdidaktik) zur Umsetzung
- Recht auf Gründung einer Partei: Inselbeispiel mit anderer Aufgabenstellung
Workshop „Gemeinsam 2.1 oder wie Geschlechtergerechtigkeit gelingen kann

Wie Geschlechtergerechtigkeit gelingen kann, zeigen wir im Workshop, indem wir Rollenspiele, Wertediskussionen, etc. durchführen.
Haltung zeigen und Rassismus begegnen

Nach wie vor ist Rassismus ein Problem in vielen Schulen. Wir wollen in diesem interaktiven Workshop Wege zeigen, wie wir eine offene und respektvolle Gesellschaft fördern können. Mit praktischen Übungen, Gruppenarbeiten und Diskussionen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, das eigene Verhalten bewusster wahrzunehmen und rassistische Denk- und Verhaltensmuster zu hinterfragen. Der geschützte Rahmen erleichtert es, unterschiedliche Perspektiven zu teilen und voneinander zu lernen. Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Vielfalt unserer Gesellschaft zu schaffen und Handlungsansätze gegen Diskriminierung zu entwickeln.
Workshopelement: Führungen durch die Ausstellung, Anleiten von Workshops zu demokratischen Prinzipien

Die Ausstellung soll, während diese in den Schulen ist, mit Führungen begleitet werden. Unsere Workshopleiter führen durch die Ausstellung und richten verschiedene Stationen ein, in denen kleine methodische Workshopelemente durchgeführt werden.
Stets wird auf die Umsetzung des Beutelsbacher Konsenses geachtet, der besagt, dass Schülerinnen und Schüler lernen sollen, die Themen kontrovers zu diskutieren sowie urteils- und handlungsfähig zu werden. Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass Schülerinnen und Schüler nicht überwältigt werden, sondern selbst den Wert der Demokratie erfahren, um sich dann auch dafür einsetzen zu wollen.
