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Eindrücke von der Veranstaltung

 

Veranstaltung des Gesellschaftlichen Institutes München e.V. in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, der Europäischen Janusz Korczak Akademie und der Hanns-Seidel-Stiftung

Zielsetzung der Veranstaltung:

Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und muss deshalb von uns allen in unserem gemeinsamen Interesse bekämpft werden. Alle Formen der Antisemitismusprävention zielen auch darauf ab, unsere demokratischen Werte zu fördern.

Bei dieser Veranstaltung werden verschiedene Angebote im Bereich der Antisemitismusprävention, der präventiven Bildungsarbeit, der Beratung sowie der Dokumentation, Information und Analyse antisemitischer Vorfälle von den Projektträgern vorgestellt.

Die Vernetzungstagung will Akteure der Antisemitismusprävention zusammenbringen, Synergieeffekte identifizieren und den gegenseitigen Austausch fördern. Wir wollen Organisationen, Schulen oder einfach allen Interessierten, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren verschiedene Angebote in Bayern zeigen und verdeutlichen, wie Prävention gegen Antisemitismus gelingen kann und wie sie selbst diese Angebote für eigene Zwecke nutzen können.

Programm:

Moderation über den Tag: Dr. Philipp Hildmann

16.00 Uhr: Begrüßung

Dr. Philipp Hildmann
(Leiter des Kompetenzzentrums Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Interkultureller Dialog, HSS)

Ursula Lay
(2. Vorsitzende Gesellschaftswiss. Institut München)

Max Schmidt
(Vorsitzender Wertebündnis Bayern)

Dr. Ludwig Spaenle
(Antisemitismusbeauftragter Bayern)

16.30 Uhr: Projektvorstellungen

Europäische Janusz Korczak Akademie (EJKA): 

YouthBridge: Jugend baut Brücken München
Mit Davidstern und Lederhose: Jüdische G’schichtn on Tour
Vorstellung: Eva Haller

Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V. (LBE)

Blickwechsel. Engagement gegen jede Form von Antisemitismus
Vorstellung: Stephan Schwieren

Gesellschaftswissenschaftliches Institut München für Zukunftsfragen e.V. (GIM)

Antisemitismus. Nein Danke!
Vorstellung: Priv.-Doz. Dr. Karin Schnebel, Corinna Wagner

17.45 Uhr: Pause
18.00 Uhr: Projektvorstellungen

Max Mannheimer Studienzentrum (MMSZ):

Projekt: Workshops zu Verschwörungserzählungen
Vorstellung: Nathalie Jacobsen

Mind Prevention:

Projekt: Workshops zum Thema muslimisch motivierter Antisemitismus
Vorstellung: Gürcan Kökgiran

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern):

Erfassung und Dokumentation antisemitischer Vorfälle/Wanderausstellung
Vorstellung: Dr. Annette Seidel-Arpacı

19.15 Uhr: Diskussion

Was sind die Faktoren für eine erfolgreiche Präventionsarbeit gegen Antisemitismus?
Was können wir voneinander lernen?
Wo liegen Synergieeffekte?
Welche Good-Practice Kriterien lassen sich identifizieren?

19.30 Uhr: Schlusswort

Schlusswort: Dr. Christiane Nischler-Leibl, Abteilungsleiterin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Verabschiedung: Priv.-Doz. Dr. Karin Schnebel

 

Anmeldung: info@gimuenchen.de

Kurzbeschreibung o.g. Antisemitismusprojekte:

 

Ekjayouthbridge

YouthBridge: Jugend baut Brücken München

Das Projekt YouthBridge basiert auf einem aus New York stammenden, gleichnamigen Konzept im Bereich Community Building, Leadership und Radikalisierungsprävention. Junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren werden als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gegen Radikalisierung und Antisemitismus für ihre zukünftigen Communities ausgebildet, wobei Wert auf gesellschaftliche Vielfalt, Toleranz und Koexistenz gelegt wird. Hierdurch wird die zukünftige Gesellschaft gestärkt, Ambiguitätstoleranz erhöht und Radikalisierungen vorgebeugt. Das YouthBridge Programm führt 2023 bereits ihre sechste Staffel durch.

 

Mit Davidstern Und Lederhose

Mit Davidstern und Lederhose – Jüdische G’schichtn on Tour

Die Popup-Ausstellung „Mit Davidstern und Lederhose“ ist eine Wanderausstellung, welche auch historische Schauspieler-Performances und Austausch mit jungen Vertreterinnen und Vertretern der jüdischen Community beinhaltet. Darüber hinaus wird ein breites Spektrum künstlerischer Installationen und Ausstellungsstücke gezeigt. In diesem Rahmen sind Besucherinnen und Besucher dazu eingeladen, sich mit der Rolle bayerischer Jüdinnen und Juden zu beschäftigen und ins Gespräch zu kommen. Viele Bayerinnen und Bayern sind sich nicht bewusst, dass die Levis Jeans beziehungsweise die bayerischen Trachten, der alpine Bergsport oder auch der FC Bayern München ohne bayerische Jüdinnen und Juden nicht denkbar sind. Die Ausstellung sensibilisiert im Rahmen der Antisemitismusprävention bezüglich jüdisch-bayerischen Lebens und ihrer wichtigen Rolle in Bayerns Geschichte bis heute.

 

LBEBlickwechsel

Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (LBE Bayern e.V.)

Projekt: Blickwechsel. Engagement gegen jede Form von Antisemitismus“

Seit 2020 knüpft das LBE neue Kontakte zwischen den israelitischen Kultusgemeinden und Einrichtungen des bürgerschaftlichen Engagements sowie Ehrenamtlichen. Die Teilnehmenden der Begegnungsseminare kommen aus der Zivilgesellschaft und des Vereinslebens sowie der jüdischen Gemeinden. Sie werden bestärkt, in ihren Einrichtungen gegen Antisemitismus einzutreten. Die jüdischen Gemeindemitglieder erhalten einen Überblick über das bürgerschaftliche Engagement und werden eingeladen, in den Vereinen aktiv zu werden. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden und der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS Bayern) wurde ein Seminarkonzept entwickelt, das das Bewusstsein für Formen und Funktionen von Judenhass erhöht und Handlungsansätze zur Erwiderung von Antisemitismus vermittelt. 2023 organsiert das LBE eine Fachkräftewerkstatt in Israel in Zusammenarbeit mit dem Israeli Council for volunteering, um die Vernetzung der bayerischen und israelischen Zivilgesellschaft zu fördern.

 

GIM Logo Antisemitismus NeinDanke.jpg

Antisemitismus. Nein Danke!

Dies ist die Präsentation der dritten Verlängerung des Antisemitismusprojektes im Rahmen des Wertebündnisses. Bislang wurden eher Bildungsangebote in unterschiedlichen Formaten entwickelt und umgesetzt. Hierzu gehören neben Workshops und Multiplikator*innen-ausbildungen auch Speakers‘ Corner, Podien, Social-Media-Aktivitäten oder auch einen Schüler*innen-Wettbewerb. Darüber hinaus wurden Publikationen von Büchern und deren Präsentationen organisiert und durchgeführt. Seit diesem Projektjahr 2023 konzentrieren wir uns etwas stärker auf die digitale Ebene: Wir organisieren Plakataktionen in der Stadt mit QR-Codes zu kleinen Apps gegen Antisemitismus oder konkrete digitale Angebote (Digitales Lernhaus, Lern-Apps für Schulen, Escape Rooms). Außerdem werden Buchvorstellungen durchgeführt und weitere Vernetzungen zu anderen Projekten zum Thema lanciert. Auch die Multiplikator*innenworkshops gehen in eine weitere Runde. Unsere Multiplikator*innen sind an Schulen und Organisationen aktiv. Unser Wettbewerb gegen Antisemitismus ist derzeit in der Bewertungsphase und daher ebenfalls nach wie vor dem Projekt anhängig.

 

logo Max Manheimer Zentrum

Das Max Mannheimer Studienzentrum im Max Mannheimer Haus

Ist eine außerschulische Bildungseinrichtung, die vor allem jungen Menschen eine intensive Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte ermöglichen möchte. Das Bildungsangebot umfasst ein – oder mehrtägige Studientage für Schulkassen, Gruppen der Jugendverbandsarbeit, Studierende und andere Interessierte. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus sowie im Besonderen mit der Geschichte des Konzentrationslagers Dachau. Das Studienzentrum entwickelte ein Workshopangebot für Jugendliche zur Antisemitismusprävention, insbesondere im Zusammenhang mit Verschwörungserzählungen. Die Jugendlichen sollen lernen, Antisemitismus zu erkennen und dagegen zu halten. Außerdem werden Fortbildungen angeboten, die sich vor allem an (angehende) Lehrerinnen und Lehrer sowie an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit richten. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet und evaluiert durch das Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der AG Sozialisation an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld.

 

Mind PreventionRethink

ReThink: Freiheit beginnt im Kopf

Seit 2017 fördert das Bayerische Sozialministerium das bundesweit einmalige Projekt“ReThink: Freiheit beginnt im Kopf“ der Mansour-Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention (MIND) GmbH. Das Projekt richtet sich speziell an Jugendliche mit Migrations- oder Fluchterfahrung. Aktiviert durch Theaterszenen tasten sich die Jugendlichen an kritisches Denken und die Reflexion der eigenen kulturellen und gesellschaftlichen Prägung heran. Qualifizierte Teams mit eigenem Migrationshintergrund leiten die Workshops und ermöglichen die Begegnung auf Augenhöhe. Wichtige Themen sind u.a. der Antisemitismus aus dem arabischen Kulturraum sowie häufig in Patriarchaten tabuisierte Themen wie Gleichberechtigung und Männlichkeitskonzepte.“ReThink“ ist ein gemeinsames Projekt der Ressorts Soziales, Inneres und Kultus.

 

rias

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern

RIAS Bayern nimmt Meldungen über antisemitische Vorfälle auf und unterstützt Betroffene von Antisemitismus in Bayern. Sie ist beim Verein für Aufklärung und Demokratie (VAD) e.V. angesiedelt, wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert und arbeitet eng mit dem Bundesverband RIAS e.V. zusammen. Auf Grundlage der gemeldeten Fälle und eigener Recherchen verfasst RIAS Bayern regelmäßig bayernspezifische Berichte über Antisemitismus, betreibt Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit und trägt so zum Kampf gegen Antisemitismus bei. Neben den jährlichen Berichten zu Antisemitismus in Bayern, verfasst RIAS Bayern auch regelmäßig Analysepapiere und Schwerpunktbroschüren.

Als neues Vorhaben stellt RIAS ihr Wanderausstellungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Das ist Antisemitismus – Judenhass in Bayern hier und heute“ vor. Die Ausstellung soll über aktuellen Antisemitismus in Bayern anhand der Dokumentationen und Recherchen von RIAS Bayern informieren. Die Ausstellung kann nach der Konzeption und Erstellung voraussichtlich ab Mitte 2024 in ganz Bayern ausgeliehen und gezeigt werden. Die Ausstellung wird erstellt von RIAS Bayern und deren Trägerverein, dem Verein für Aufklärung und Demokratie (VAD) e.V

 

 

Projektnummer: 3230080019

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