Event Selbstbestimmung und Integration am 17.03.2018 in München

Workshops

Hier finden Sie eine Übersicht zu den Workshops, die beim Kongress  in 2017 gehalten wurden.  Das Programm für den Kongress am 17.03.2018 wird von diesem abweichen und wird noch bekannt gegeben.

Die Workshops sind für junge Menschen von 16-26 Jahre.

Hier können Sie das Programmheft der in 2017 gehaltenen Workshops herunterladen (12MB).

1.) Heimat, Flucht und Ankunft in Europa (Europäische Akademie Bayern) 13:00-14:30 Uhr
Workshop zur europäischen Politik, Workshopleitung Tabea Schneider B.A.

Nichts polarisiert die Weltpolitik und unsere Gesellschaft seit vielen Monaten so sehr wie die Themen Flucht und Asyl. Fast 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Warum verlassen gerade jetzt so viele Menschen ihre Heimat und suchen Schutz in Europa? Was passiert mit Schutzsuchenden in der Europäischen Union? Welche Regelungen bestehen derzeit in der EU und wie werden diese umgesetzt? Endet „der Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ an Europas Außengrenzen?

In diesem Workshop werden wir uns mit diesen Fragen auseinandersetzen. Zunächst werden wir aktuelle Fluchtgründe unter die Lupe nehmen, um Fluchtursachen anhand einiger Länder zu beleuchten und die aktuelle europäische Flüchtlings- und Asylpolitik zu diskutieren.

Durch verschiedene Aufgaben und Herangehensweisen werden wir uns diesem spannenden Thema gemeinsam spielerisch nähern.

Um aktuelle Entscheidungen besser nachvollziehen zu können werde wir in einem kleinen Planspiel selber die Rolle von politischen Akteuren annehmen. Hiermit versuchen wir die verschiedenen, oft gegensätzlichen, Standpunkte der europäischen Mitgliedsländer zu verstehen, um dann gemeinsam nach einer möglichen Strategie für eine faire Asylpolitik zu suchen. In diesem Punkt eine Kompromisslösung zu finden, wird eine Herausforderung werden. Doch dieser wollen wir uns in diesem Workshop stellen.

Der Workshop „Heimat, Flucht und Ankunft in Europa“ möchte nicht nur über Politik und ihre Entscheidungen reden, sondern die Möglichkeit bieten auch einmal selber eigene Ideen einzubringen und Vorschläge zu erarbeiten.

Tabea Schneider Tabea Schneider Tabea Schneider

Tabea Schneider B.A. ist seit 2015 als Politische Referentin für die Europäische Akademie Bayern tätig. Sie studierte Staatswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre und internationaler Politik betreut dort den Fachbereich Flucht, Asyl und Integration.

2.) Kollektivismus oder Individualismus? (GIM) 17:00-18:30 Uhr
Workshop zum Thema Gemeinsamkeiten oder Unterschiedlichkeiten, Workshopleitung Dr. phil. habil Karin B. Schnebel

In welchen Kulturen ist Kollektivismus oder Individualismus stärker ausgeprägt? Wie können wir es schaffen, dass wir uns hier alle wohlfühlen? Inwiefern ist es sinnvoll, dass wir gleich denken? Hier soll darüber reflektiert werden, wo wir miteinander gemeinsame Werte finden könnten und welche uns voneinander unterscheiden. Wie kann mit diesen Differenzen umgegangen werden?

Gerade unsere Demokratie ermöglicht es, dass jeder so leben kann, wie er mag und sich nicht an Traditionen halten muss. Das hat Vorteile: Man muss nicht nach einer Religion leben und man kann sich alles selbst organisieren. Aber man muss auch Verantwortung für sich übernehmen und kann sich weniger auf andere verlassen.

Gleichzeitig aber verbinden gemeinsame Rituale und Interessen. Wenn wir uns in einer Gruppe wohl fühlen, in der viele so denken wie man selbst, dann geht es uns besser, was sich dann auch auf andere Bereiche des Lebens auswirken kann.

Nun gibt es beispielsweise in Kulturen, in denen die Religion einen höheren Stellenwert hat, mehr gemeinsame Aktivitäten; das Kollektiv ist wichtiger. Es gibt also mehr Kollektivismus.

Hier in Deutschland ist der Individualismus stärker ausgeprägt. Beides hat Vor- und Nachteile. Menschen die aus kollektiv orientierten Kulturen kommen, haben manchmal in Deutschland Schwierigkeiten. Wenn man sich aber dann mit den eigenen Landsleuten zusammentut, ist es nicht möglich, sich so richtig zu integrieren, da man sich mit den Gewohnheiten der anderen nicht wohl fühlt.Inwiefern ist es sinnvoll, dass wir in manchen Dingen ähnlich denken oder handeln?

Wir wollen in diesem Workshop beide Lebensformen besprechen und uns darüber Gedanken machen, wie man mit den verschiedenen Ansätzen heute in Deutschland umgehen könnte. Wo können wir miteinander gemeinsame Werte finden und welche unterscheiden uns voneinander? Wie kann mit den Unterschieden umgegangen werden?

Karin Schnebel Karin Schnebel

Dr. phil. habil Karin B. Schnebel ist Projektinitiatorin und Workshopleiterin.
Studium der Politikwissenschaften, Soziologie und Kommunikationswissenschaften.
Wissenschaftliche Leitung: Gesellschaftswissenschaftliches Institut München für Zukunftsfragen e.V. (GIM).
Arbeitsschwerpunkte: Minderheiten, Religion, Politiktheorie und Politische Bildung (Demokratie, Politikverdrossenheit).

3.) Wir in Europa – was ist damit gemeint? (Europäische Akademie Bayern) 15:00-16:30 Uhr
Workshop zu den Grundlagen der Europäischen Union, Workshopleitung Tabea Schneider B.A.

In letzter Zeit wird die Europäische Union immer wieder in Frage gestellt. Gerade von Rechtspopulisten in den verschiedenen nationalen Parlamenten. Wir wollen uns genauer anschauen, was Europa eigentlich ausmacht? Und warum man vor vielen Jahren die Europäische Union gegründet hat?

In diesem Workshop wollen wir interaktiv die grundlegenden Werte der EU, die geschichtliche Entwicklung und die politische Zusammensetzung der Union erarbeiten und auch diskutieren.

Durch ein großes Europapuzzle werden wir uns diesem spannenden Kontinent nähern, um dann den Blick auf die aktuelle Europäische Union zu werfen. Hier werden wir die Vor- und Nachteile der Europäischen Union für uns als Bürger herausstellen und in einem zweiten Schrittverdeutlichen, was diese mit unserem alltäglichen Lebenzu tun haben.

Mit Blick auf das große Wahljahr 2017 möchten wir mit diesem Workshop eine Basis schaffen, um aktuelle internationale, insbesondere europäische Politik, besser verstehen und einordnen zu können.

Tabea Schneider Tabea Schneider Tabea Schneider

Tabea Schneider B.A. ist seit 2015 als Politische Referentin für die Europäische Akademie Bayern tätig. Sie studierte Staatswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre und internationaler Politik betreut dort den Fachbereich Flucht, Asyl und Integration.

4.) Politisches Engagement über Wahlen und in Parteien: Jede Stimme zählt! (GIM) 15:00-16:30 Uhr
Workshop über das Funktionieren unserer Demokratie, Workshopleitung Dr. phil. Tanja Zinterer

Deutschland ist eine Demokratie:  Auch wenn die Bundeskanzlerin Angela Merkel als mächtigste Person Deutschlands erscheint und aller Augen auf sie und ihre Entscheidungen gerichtet sind, hat sie diese Macht nur, weil ihre Partei, die CDU, die letzten Bundestagswahlen gewonnen hat und jetzt gemeinsam mit der SPD regiert.

Auch wenn in Deutschland großer Wert auf eine starke Regierung gelegt wird, so ist diese doch immer den BürgerInnen verantwortlich und kann alle vier Jahre abgewählt werden. Wer unzufrieden ist mit der Regierungspolitik, kann daher eine Partei in der Opposition wählen oder sich in einer Partei engagieren – oder gleich eine neue Partei gründen. So ist die neue Partei „Alternative für Deutschland“ aus der Unzufriedenheit vieler WählerInnen mit der Politik in der EU-Schuldenkrise entstanden und hat ihren Erfolg dem Protest gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu verdanken. Aber auch eine Partei der MigrantInnen, also der NeubürgerInnen wäre denkbar, die speziell die Interessen dieser Bevölkerungsgruppe vertritt.

Wählen dürfen zwar – mit wenigen Ausnahmen - nur deutsche StaatsbürgerInnen, aber diese Staatsbürgerschaft ist bereits nach acht Jahren rechtmäßigem Aufenthalt in Deutschland zu erwerben, zudem dürfen in den meisten Parteien auch Nicht-Deutsche Mitglied werden und mitarbeiten.

Dieser Workshop informiert über das Wahlrecht auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene und stellt die wichtigsten Parteien in Deutschland vor. Er zeigt Möglichkeiten auf, wie Du Dich politisch beteiligen kannst –in Parteien und darüber hinaus.

Tanja Zinterer (Dr. phil.) hat in Augsburg und Ottawa studiert und promoviert und ist seit 2007 Lecturer im Bereich Politische Systeme am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der LMU München.

5.) Wie man richtig streitet! (Netzwerk Politische Bildung Bayern), 17:00-18:30 Uhr
Workshop zum Thema Politikverdrossenheit, Workshopleitung Dr. phil. Christian Boeser-Schnebel

Dies ist eine Herausforderung für alle, die in diesem Land wohnen. Was ist für uns Demokratie und wie können wir uns einbringen? Gibt es eine „richtige“ Meinung? Wie kann man mit gegensätzlichen Ansichten umgehen? Mit dem Argumentationstraining wird die Begegnung mit Politik eingeübt und kontrovers diskutiert.

Streit kann sehr unangenehm sein – egal ob es um Privates oder um Politisches geht. Viele versuchen deshalb Streit zu vermeiden. Doch das löst nichts – im Gegenteil, häufig wird dadurch das Problem sogar noch größer.

Richtig zu streiten kann dabei nicht nur einfach sondern auch für alle Beteiligten bereichernd sein. Gerade bei politischen Themen ist der Streit zwischen Andersdenkenden darüber hinaus sogar das Lebenselixier unserer Demokratie.

Wie man richtig streitet, worauf es dabei ankommt, welche Rolle Emotionen dabei spielen und wann man einen Streit auch einmal verschieben sollte, werden wir in unserem Workshop diskutieren.

Der Workshop möchte dazu befähigen und ermutigen, Streit über Politik zu wagen. Denn unsere Demokratie lebt davon, dass es Menschen gibt, die Streit wagen: Menschen, die es wagen, selbstbewusst ihre Interessen zu artikulieren und offen für die Interessen anderer zu sein. Die es wagen, im Ringen um eine Lösung auch einmal Abstriche in Kauf zu nehmen. Die es wagen, unbequeme Wahrheiten zu formulieren und verbreitete Sündenbockmechanismen zu entlarven. Die es wagen, sich wirklich auf einen Diskurs einzulassen,mit dem Risiko, sich auch einmal überzeugen zu lassen.Die es wagen, zu erkennen, dass es in der Politik selten ein klares „richtig“ und ein klares „falsch“ gibt. Die es wagen, der oftmals allzu schlichten Kritik an der Politik zu widersprechen. Die es wagen, unbequem zu sein, für andere und für sich selbst. Menschen also, die es wagen, in Freiheit Verantwortung zu übernehmen.

Dr. phil. Christian Boeser-Schnebel ist Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung. Er ist Leiter des Netzwerks Politische Bildung Bayern und Initiator eines Argumentationstrainings für Demokratie und Toleranz (www.politikwagen.de).

6.) Wem gehört der Kuchen? (Netzwerk Politische Bildung Bayern) 13:00-14:30 Uhr
Workshop zum Thema Demokratie, Workshopleitung Florian Wenzel

Wer soll wie viel vom Kuchen bekommen? Jeder gleich viel? Ist das gerecht? Oder diejenigen mehr, die ihn gebacken haben? Oder ist es gerechter, dass die Bedürftigen mehr bekommen? Wer entscheidet darüber? Die Besitzer des Kuchens? Die Hungrigen?

Übertragen in unsere Welt, in der wir leben: wer kann welche Ansprüche anmelden? Gibt es ein selbstverständlichen Vorteil für derjenigen, die ‚immer schon da waren‘? Oder ist das diskriminierend? Mit welchem Recht unterschieden wir zwischen ‚wir‘ und ‚ihr‘? Gibt es ein universelles Menschsein, auf das alle Anspruch haben? Gibt es Dinge, die man sich gerechter weise erst erarbeiten muss, um dazu zu gehören? Wie schaffen wir eine gerechte Gesellschaft, die vielfältige Ansprüche in Einklang bringt?

Im Workshop besteht die Möglichkeit, diese Herausforderungen mit einer praktischen Übung aus dem internationalen Programm ‚Mehr als eine Demokratie‘ (www.mehralseinedemokratie.de) gemeinsam zu erleben. Und auch darüber zu streiten, was denn gerecht ist – wie soll die Demokratie aussehen, in der wir gemeinsam leben wollen? Dabei geht es nicht um richtig und falsch, sondern um die Anerkennung von Spannungsfeldern, wenn es gilt, den Kuchen zu verteilen. Es geht darum, Eigenverantwortung zu übernehmen und die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten der Demokratie in einer Einwanderungsgesellschaft zu stärken.

Florian Wenzel ist freiberuflicher Trainer und Prozessbegleiter (www.peripheria.de), Mitarbeiter am Centrum für angewandte Politikforschung München (www.cap-akademie.de). Seine Arbeitsschwerpunkte sind Demokratie-Lernen, interaktive  Moderation und Evaluation sowie die Konzeption von didaktischem Material für die politische Bildung.

7.) Gesellschaftliches Engagement in Bayern (Münchner Freiwillige –  Wir helfen e.V.) 17:00-18:30 Uhr
Workshop zum Thema gesellschaftliches Engagement, Workshopleitung Maximilian Mayer

Was bedeutet Engagement und welche Möglichkeiten gibt es sich zu engagieren? Es werden die unterschiedlichen Wege aufgezeigt, sich gesellschaftlich einzubringen und auch Integration zu befördern. Ehrenamtliche berichten von ihrem Engagement und praktische Tipps erleichtern das Verstehen der Strukturen und die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in Deutschland.

Über 30 Millionen Menschen in Deutschlandengagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Ob Feuerwehrmann, TrainerIn im Jugendsport oder als NachhilfelehrerIn für benachteiligte Jugendliche. Das Ehrenamt stellt in Deutschland weit mehr als nur eine sinnvolle und erfüllende Beschäftigung für den Einzelnen dar. Es ist vielmehr der gesellschaftliche Raum, in dem man Gleichgesinnte trifft und ohne monetäre Zwänge zusammen wichtige Ziele erreichen kann.

Aus diesem Grund wird vom Verein „Münchner Freiwillige – wir helfen e.V.“ ein Workshop zum Thema „Ehrenamtliches Engagement, was ist das eigentlich?“ angeboten.

Der Workshop beginnt mit zwei kleinen Impulsreferatenzu den Themen:

  • Klassisches Engagement in Deutschland, von der Feuerwehr bis zum Fußballverein
  • Selbstorganisation im ehrenamtlichen Bereich

Anschließend schreitet ihr selbst zur Tat. In einem World-Cafe könnt ihr euch mit erfahrenen Coaches über interessante Themen aus dem Ehrenamtaustauschen, Tipps bekommen oder schon erste Planungen für euren ehrenamtlichen Einstieg machen.

Wir freuen uns, wenn viele von euch zu unserem Workshop kommen. Lernt die überraschend vielfältige Welt des Ehrenamts und viele neue Menschen mit den gleichen Interessen und Leidenschaften kennen.

Maximilian Mayer
2012 - 2016 Studium der Landschaftsarchitektur an der Hochschule Weihenstephan. Schwerpunkte: Stadtplanerische Wettbewerbe, konzeptionelle Stadtplanung.
Ausgebildeter Landschaftsgärtner
Seit Januar 2016: Ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Vereins“ Münchner Freiwillige – wir helfen e.V.“
Standortleiter der Notunterkunft für Geflüchtete in der Messe München im Herbst 2015
Mitglied der freiwilligen Feuerwehr München seit 2005
2009 - 2012 Trainer im Leistungssport Ski Alpin

8. + 9.) „Ländercafe“ (Diakonie Jugendhilfe Oberbayern) 13:00-14:30 Uhr und 15:00-16:30 Uhr
Ländertische – gegenseitiger Austausch, Workshopleitung Levent Ensan und Michael Brachmann

Hier berichten Jugendliche aus verschiedenen Ländern von ihren Erlebnissen. Welche Vorstellungen haben wir vom jeweils anderen Land? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben die Kulturen aus Sicht der Jugendlichen? Wie empfinden Jugendliche das Leben in Deutschland und vor welche Herausforderungen sind diese gestellt? Welche Bedeutung hat die Jugendhilfe für die Geflüchteten?

Die Idee hinter der „Länder Café“ -Methode ist, eine möglichst heterogene Gruppe von Menschen,  in zwanglose, aber intensive Gespräche zu einem bestimmten Thema zu verwickeln. Durch den Gedankenaustausch in mehreren kleineren Gruppen und der anschließenden Vernetzung der Gedanken, wird die kollektive Intelligenz der Gruppe genutzt. So entstehen kreative Ideen und Lösungen. Dazu sitzen die Teilnehmer jeweils mit bis zu zehn Personen und einem Moderator an kleinen Tischen mit einer weißen, beschreibbaren Papiertischdecke zusammen. Gefördert durch die Atmosphäre, die kleinen Gruppen und den Moderator öffnen sich die Teilnehmer auch leichter gegenüber fremden Meinungen und können an diese anknüpfen.

In 15-20 minütigen Gesprächsrunden werden zwei oder drei unterschiedliche Fragen an allen Tischen bearbeitet und in Form von Text, Zeichnungen, Skizzen, etc. auf den Tischdecken festgehalten. Danach mischen sich die Gruppen und jeder Teilnehmer bringt seine bisherigen Erkenntnisse in die neu zusammengesetzte Tisch-Runde ein. Der Moderator resümiert zwischendurch und schließt mit einer Reflexionsphase ab. Zum Ende der Veranstaltung werden alle Tischdecken nebeneinander aufgehängt, wo sie von allen Teilnehmern des Cafés und der Fachtagung besichtigt werden können.

Moderiert werden die einzelnen Gruppen(unter Anleitung von pädagogischen Fachkräften) von 3-4 jungen Flüchtlingen unterschiedlicher Herkunft, die von der Diakonie Jugendhilfe Oberbayern auf dem Weg in die Verselbstständigung betreut werden. Die Fragestellungen, mit denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops beschäftigen werden, sind:

  • Welche Vorstellungen haben wir jeweils vom anderen Land?
  • Wie empfinden die Jugendlichen das Leben in Deutschland?
  • Wie gelingt Integration und ein gutes Zusammenleben?

Verantwortlich für diesen Workshop sind Levent Ensan (Geschäftsbereichsleitung bei der Diakonie Jugendhilfe Oberbayern) und Michael Brachmann (Bereichsleitung Betreutes Wohnen für umF).

10. + 11.) Christen und Muslime in Deutschland (Eugen-Biser-Stiftung) 13:00-14:30 Uhr und 15:00-16:30 Uhr
Ziel ist der Gewinn an Kompetenzen des interkulturellen Verstehens und des Austausches, Workshopleiter Erdoğan Karakaya (M.A.) und Stefan Zinsmeister

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten gemeinsam mit christlichen und islamischen Referentinnen und Referenten, wie der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Traditionen erfolgreich sein kann, welche Herausforderungen entstehen und wie man gemeinsame Ziele formulieren kann.

Auf den ersten Blick betrachtet wirkt es, als würden Religionen auf unterschiedlichen Werten fußen. Diese Vermutung wird unterstützt, wenn man bedenkt, dass Traditionen, Feiern, Gebräuche und religiöse Zeremonien zunächst große Unterschiede aufweisen.

Allerdings ermöglicht der interkulturelle und interreligiöse Austausch einen weitaus tieferen Blick in das unbekannte „Andere“, sodass trotz der wahrgenommenen Unterschiede, vertraute Motive und Prinzipien zu erkennen sind. Dies betrifft moralische Werte genauso, wie den Umgang mit Glaube, den persönlichen Lebenszielen und auch die Formen der Lebensgestaltung, die nicht immer religiös motiviert sind.

Der interkulturelle und interreligiöse Austausch ist nicht bloß dafür daum Integrationsbemühungen von Personen, Institutionen oder einer Kommune zu unterstützen, sondern sich als AkteurInnen der Gesellschaft einzugestehen, dass Menschen für das was sie sind wertgeschätzt werden wollen. Dieses Unterfangen, also Menschen anzuerkennen obwohl sie sich von einem selbst unterscheiden verlangt eine Bemühung, die in diversen Gesellschaften immer wichtiger wird. Aus diesem Blickwinkel heraus, möchte der gemeinsame Workshop sich unter anderem mit diesen Fragen auseinandersetzen:

  • Wie können zivilgesellschaftlich wichtige Gemeinsamkeiten unterschiedlicher AkteurInnenentdeckt werden?
  • Wie kann vor diesem Hintergrund ein Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher (religiöser)Weltanschauungen erfolgreich stattfinden?
  • Welche individuelle und gesellschaftliche mentale Transformation ist von Nöten, damit zukünftige Ziele gemeinsam formuliert werden?

Ziel des Workshops ist es gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen und Ziele zu formulieren, die dann im Plenum vorgestellt werden. Hierbei werden weitere Bereiche eröffnet, die zu späteren Zeitpunkten vertieft werden können. Zunächst geht es aber vor allem um das Erkennen und den Umgang von (religiösen) Stereotypen und um die Konsequenzen davon für das Miteinander in unserer Gesellschaft.

Erdoğan Karakaya (M.A.)
Referent für den christlich-islamischen Dialog in der Eugen-Biser-Stiftung.
Islamwissenschaftler (M.A.), freier Autor und Referent der Politischen Bildung zum Thema Islam (in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit)

Stefan Zinsmeister
Hauptamtliches Vorstandsmitglied der Eugen-Biser-Stiftung. Studium der Katholischen Theologie (Diplom), Islamwissenschaften und Arabistik (M.A.)

12.) Stop crying, start doing! (ProjectTogether) 17:00-18:30 Uhr
Ziel ist es, miteinander Projekte zu entwickeln und durchzuführen, Workshopleiterin Franziska Klein, B.Sc.

Im Rahmen des interkulturellen Projektworkshops sollen Deutsche, Zuwanderer und Geflüchtete in Kleingruppen soziale Projekte planen, die eine politische, gesellschaftliche oder ökologische Relevanz für das tägliche Leben, die Gesellschaft oder die Umwelt haben.

Hierfür sollen sich die Teilnehmer zu Beginn des interkulturellen Projektworkshops kennenlernen, indem sie sich nach Namen (mit Sprechen) und nach Größe (ohne Sprechen) aufstellen, um anfängliche Hemmnisse spielerisch abbauen zu können.

In einem zweiten Schritt sollen sich dann Tandems bilden, die sich über die jeweiligen Werte, Talente und Fähigkeiten des anderen austauschen. Hierfür werden sog. Profile in Deutsch, Englisch und Arabisch ausgegeben, die die Tandems gegenseitig ausfüllen und am Ende dieser Übung den anderen Workshopteilnehmern vorstellen können. Die jeweiligen Fähigkeiten (und der Name der Person mit der jeweiligen Fähigkeit) sollen zusätzlich auf Post-ist geschrieben und an die Wand geklebt werden. Dies soll zeigen, wie unterschiedliche Menschen sind und welche unterschiedlichen Fähigkeiten jeder mitbringt.

Im nächsten Schritt werden die Teilnehmer dann dazu aufgefordert, sich zu überlegen, was sie an der Gesellschaft oder im Allgemeinen stört und was dagegen unternommen werden kann. Dadurch sollen sich soziale Projektideen entwickeln, an denen dann in Kleingruppen gearbeitet und eine erste Roadmap zur möglichen Umsetzung erstellt werden soll. Unterstütz werden die Kleingruppen dabei von Coaches, die Hilfestellung bei den ersten Schritten geben sollen.

Franziska Klein, B.Sc.
Seit April 2014 Humangeographiestudium an der Universität Augsburg. Masterarbeit über die Wahrnehmung und Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) an der Universität Augsburg. Seit Mai 2016 für die Aktivierung von Projektgründernbei ProjectTogether zuständig. Zusätzlich dazu als Coach für junge Projektgründer tätig.

13.) Zusammen? Leben! (AsylArt) 13:00-14:30 Uhr
Wir kommen durch Musik zusammen,
erkennen unsere Verschiedenheiten und nützen diese für uns. Workshopleiter Ruth Golic und Stephan Lanius

Stimme, Klang, Rhythmus, Melodien, wir kennen sie alle. Doch jeder Mensch hat seine eigene musikalische Sprache. Vielfalt hält uns lebendig und macht uns stark. Wir suchen einen Weg, zusammen zu kommen und uns zu verbinden ohne unserer Unterschiedlichkeiten aufzugeben.

Musikinstrumente sind vorhanden, gerne aber auch eigene mitbringen.

Ruth Golic
Freischaffende Tänzerin,  Choreografin, Regisseurin, Tanzpädagogin, Qigong Kursleiterin.
Ausbildung in Buenos Aires in zeitgenössischem Tanz, Improvisation und Komposition.
Weiterbildung in verschiedene Tanz und Bewegungs-Techniken und Bewegungs- Anatomie.
Produktion eigener Solo- und Gruppenchoreographien/Tanztheater in In- und Ausland. Zusammenarbeit mit MusikerInnen, SchauspielerInnen und Bildender KünstlerInnen.

Stephan Lanius
Seine künstlerischen Tätigkeiten reichen von Klaviermusik und Jazz in jungen Jahren über ein Kontrabassstudium in München und Detmold zu zeitgenössischer Musik, neuen Improvisationsmöglichkeiten und Tanzproduktionen bis hin zu einer eigenen Musik- und Performancesprache.
Auf diesem Weg spielte er langjährig in profilierten Orchestern und etablierten Ensembles verschiedener Musikgattungen und gründete den Verein AsylArt e.V. für interkulturelle Verständigung.
Er erhielt ein Musikstipendium der Stadt München und erkundete in West- und Ostafrika über mehrere Jahre das Thema „Musik und Gemeinschaft“.
Stephan Lanius produziert und spielt jährlich mobile Musiktheaterproduktionen mit sozialkritischem Hintergrund für soziale Einrichtungen in München und Umgebung.

14.) Fremde Welt? (AsylArt) 15:00-16:30 Uhr
Gesellschaftliche Konflikte als Energiequelle für Musik, Tanz und Bewegung, Workshopleiter Ruth Golic und Stephan Lanius

Indem wir Musik, Tanz, Bewegung eine Bedeutung geben, können wir diese stärken und präsent machen. Als Themen nehmen wir Konflikte und Widersprüchen in der Gesellschaft und setzen sie spielerisch um. Sind sie wirklich so bedrohlich?

Durch geleitete improvisatorische Arbeit finden wir neue und unkonventionelle Bewegungen, die ausdrucksvoll und dramatisch wirken. Ideen und Assoziationen können sich in individuelle Ausdrucksformen verwandeln.

Musikinstrumente sind vorhanden, gerne aber auch eigene mitbringen.

Ruth Golic
Freischaffende Tänzerin,  Choreografin, Regisseurin, Tanzpädagogin, Qigong Kursleiterin.
Ausbildung in Buenos Aires in zeitgenössischem Tanz, Improvisation und Komposition.
Weiterbildung in verschiedene Tanz und Bewegungs-Techniken und Bewegungs- Anatomie.
Produktion eigener Solo- und Gruppenchoreographien/Tanztheater in In- und Ausland. Zusammenarbeit mit MusikerInnen, SchauspielerInnen und Bildender KünstlerInnen.

Stephan Lanius
Seine künstlerischen Tätigkeiten reichen von Klaviermusik und Jazz in jungen Jahren über ein Kontrabassstudium in München und Detmold zu zeitgenössischer Musik, neuen Improvisationsmöglichkeiten und Tanzproduktionen bis hin zu einer eigenen Musik- und Performancesprache.
Auf diesem Weg spielte er langjährig in profilierten Orchestern und etablierten Ensembles verschiedener Musikgattungen und gründete den Verein AsylArt e.V. für interkulturelle Verständigung.
Er erhielt ein Musikstipendium der Stadt München und erkundete in West- und Ostafrika über mehrere Jahre das Thema „Musik und Gemeinschaft“.
Stephan Lanius produziert und spielt jährlich mobile Musiktheaterproduktionen mit sozialkritischem Hintergrund für soziale Einrichtungen in München und Umgebung.

15.) Gestaltung einer Musik-Performance (AsylArt) 17:00-18:30 Uhr
Jeder hat Erfahrungen, die sonst keiner hat. Workshopleiter Ruth Golic und Stephan Lanius

Durch Austausch von sozialen und gesellschaftlichen Themen entwickeln wir eine uns verbindende Musikperformance. In angeleiteten Improvisationen wird Körperrhythmus, musikalischer Rhythmus, sowie gefühlte und gemessene Zeit erkundet und ein spielerischer Dialog zwischen Gemeinschaft, Tanz und Musik eröffnet.

Musikinstrumente sind vorhanden, gerne aber auch eigene mitbringen.

Ruth Golic
Freischaffende Tänzerin,  Choreografin, Regisseurin, Tanzpädagogin, Qigong Kursleiterin.
Ausbildung in Buenos Aires in zeitgenössischem Tanz, Improvisation und Komposition.
Weiterbildung in verschiedene Tanz und Bewegungs-Techniken und Bewegungs- Anatomie.
Produktion eigener Solo- und Gruppenchoreographien/Tanztheater in In- und Ausland. Zusammenarbeit mit MusikerInnen, SchauspielerInnen und Bildender KünstlerInnen.

Stephan Lanius
Seine künstlerischen Tätigkeiten reichen von Klaviermusik und Jazz in jungen Jahren über ein Kontrabassstudium in München und Detmold zu zeitgenössischer Musik, neuen Improvisationsmöglichkeiten und Tanzproduktionen bis hin zu einer eigenen Musik- und Performancesprache.
Auf diesem Weg spielte er langjährig in profilierten Orchestern und etablierten Ensembles verschiedener Musikgattungen und gründete den Verein AsylArt e.V. für interkulturelle Verständigung.
Er erhielt ein Musikstipendium der Stadt München und erkundete in West- und Ostafrika über mehrere Jahre das Thema „Musik und Gemeinschaft“.
Stephan Lanius produziert und spielt jährlich mobile Musiktheaterproduktionen mit sozialkritischem Hintergrund für soziale Einrichtungen in München und Umgebung.