Event Selbstbestimmung und Integration am 17.03.2018 in München

Workshops

Hier finden Sie eine Übersicht zu den Workshops, die beim Kongress  gehalten werden.

Die Workshops sind für junge Menschen von 16-26 Jahre.

1) Heimat, Flucht und Ankunft in Europa (Europäische Akademie Bayern), 16:30-18:00 Uhr
Workshop zur europäischen Politik, Workshopleitung: Daniel Friedsam, Sarah Thoma, Delian Schnebel und Moritz Leibing

Nichts polarisiert die Weltpolitik und unsere Gesellschaft seit vielen Monaten so sehr wie die Themen Flucht und Asyl. Fast 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Warum verlassen gerade jetzt so viele Menschen ihre Heimat und suchen Schutz in Europa? Was passiert mit Schutzsuchenden in der Europäischen Union? Welche Regelungen bestehen derzeit in der EU und wie werden diese umgesetzt? Endet „der Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ an Europas Außengrenzen?

In diesem Workshop werden wir uns mit diesen Fragen auseinandersetzen. Zunächst werden wir aktuelle Fluchtgründe unter die Lupe nehmen, um Fluchtursachen anhand einiger Länder zu beleuchten und die aktuelle europäische Flüchtlings- und Asylpolitik zu diskutieren.

Durch verschiedene Aufgaben und Herangehensweisen werden wir uns diesem spannenden Thema gemeinsam spielerisch nähern.

Um aktuelle Entscheidungen besser nachvollziehen zu können werde wir in einem kleinen Planspiel selber die Rolle von politischen Akteuren annehmen. Hiermit versuchen wir die verschiedenen, oft gegensätzlichen, Standpunkte der europäischen Mitgliedsländer zu verstehen, um dann gemeinsam nach einer möglichen Strategie für eine faire Asylpolitik zu suchen. In diesem Punkt eine Kompromisslösung zu finden, wird eine Herausforderung werden. Doch dieser wollen wir uns in diesem Workshop stellen.

Der Workshop „Heimat, Flucht und Ankunft in Europa“ möchte nicht nur über Politik und ihre Entscheidungen reden, sondern die Möglichkeit bieten auch einmal selber eigene Ideen einzubringen und Vorschläge zu erarbeiten.

Verantwortlich für die Ausbildung der Workshopleiter: Tabea Schneider B.A.

Tabea Schneider Tabea Schneider Tabea Schneider

Tabea Schneider B.A. ist seit 2015 als Politische Referentin für die Europäische Akademie Bayern tätig. Sie studierte Staatswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre und internationaler Politik betreut dort den Fachbereich Flucht, Asyl und Integration.

2) Wir in Europa – was ist damit gemeint? (Europäische Akademie Bayern), 14:30-16:00 Uhr
Workshop zu den Grundlagen der Europäischen Union, Workshopleitung: Max Barnewitz, Benjamin Buchberger, Büsra Köse und Theresa Paumer

In letzter Zeit wird die Europäische Union immer wieder in Frage gestellt. Gerade von Rechtspopulisten in den verschiedenen nationalen Parlamenten. Wir wollen uns genauer anschauen, was Europa eigentlich ausmacht? Und warum man vor vielen Jahren die Europäische Union gegründet hat?

In diesem Workshop wollen wir interaktiv die grundlegenden Werte der EU, die geschichtliche Entwicklung und die politische Zusammensetzung der Union erarbeiten und auch diskutieren.
Durch ein großes Europapuzzle werden wir uns diesem spannenden Kontinent nähern, um dann den Blick auf die aktuelle Europäische Union zu werfen. Wir möchten mit diesem Workshop gemeinsam eine Basis schaffen, um aktuelle internationale, insbesondere europäische Politik, besser verstehen und einordnen zu können.

Verantwortlich für die Ausbildung der Workshopleiter: Tabea Schneider B.A.

Tabea Schneider Tabea Schneider Tabea Schneider

Tabea Schneider B.A. ist seit 2015 als Politische Referentin für die Europäische Akademie Bayern tätig. Sie studierte Staatswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre und internationaler Politik betreut dort den Fachbereich Flucht, Asyl und Integration.

3) Politisches Engagement: Setze Dich für Deine Interessen ein - auch über Grenzen hinweg (GIM), 14:30-16:00 Uhr
Workshop über das Funktionieren unserer Demokratie, Workshopleitung: noch nicht festgelegt

Für unsere Demokratie halten wir es für außerordentlich wichtig, dass sich alle Gruppen unserer Gesellschaft beteiligen. Wenn dies nicht geschieht, kann es passieren, dass manche Gruppen sich nicht anerkannt betrachten und sich deshalb in ihrer eigenen kulturellen oder religiösen Gruppe isolieren. Dies kann langfristig zu Konflikten führen. Hierzu gehören auch Migrantinnen und Migranten. Das Engagement schafft Beziehungen und bildet mit Kenntnissen zum Wohnort und Erfahrungswerten in der neuen Heimat. Dies fördert die Integration in hohem Maße.

In diesem Workshop geht es darum, dass nicht nur über die Möglichkeiten des Engagements informiert wird, sondern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sich ihrer Interessen und Anliegen bewusst werden und dadurch erfahren, auf welche Weise sie diese vertreten können.

Verantwortlich für die Ausbildung der Workshopleiter: Tanja Zinterer (Dr. phil.)

Tanja Zinterer hat in Augsburg und Ottawa studiert und promoviert und ist seit 2007 Lecturer im Bereich Politische Systeme am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der LMU München.

4) Wie man in der Demokratie richtig streitet! (Netzwerk Politische Bildung Bayern), 16:30-18:00 Uhr
Workshop zum Thema Politikverdrossenheit, Workshopleitung: Katharina Batzel, Kirill Batzel, Sarah Kluge, Ida Sentgerath, Naomi Vossenkuhl

Dies ist eine Herausforderung für alle, die in diesem Land wohnen. Was ist für uns Demokratie und wie können wir uns einbringen? Gibt es eine „richtige“ Meinung? Wie kann man mit gegensätzlichen Ansichten umgehen? Mit dem Argumentationstraining wird die Begegnung mit Politik eingeübt und kontrovers diskutiert.

Streit kann sehr unangenehm sein – egal ob es um Privates oder um Politisches geht. Viele versuchen deshalb Streit zu vermeiden. Doch das löst nichts – im Gegenteil, häufig wird dadurch das Problem sogar noch größer.

Richtig zu streiten kann dabei nicht nur einfach sondern auch für alle Beteiligten bereichernd sein. Gerade bei politischen Themen ist der Streit zwischen Andersdenkenden darüber hinaus sogar das Lebenselixier unserer Demokratie.

Wie man richtig streitet, worauf es dabei ankommt, welche Rolle Emotionen dabei spielen und wann man einen Streit auch einmal verschieben sollte, werden wir in unserem Workshop diskutieren.

Der Workshop möchte dazu befähigen und ermutigen, Streit über Politik zu wagen. Denn unsere Demokratie lebt davon, dass es Menschen gibt, die Streit wagen: Menschen, die es wagen, selbstbewusst ihre Interessen zu artikulieren und offen für die Interessen anderer zu sein. Die es wagen, im Ringen um eine Lösung auch einmal Abstriche in Kauf zu nehmen. Die es wagen, unbequeme Wahrheiten zu formulieren und verbreitete Sündenbockmechanismen zu entlarven. Die es wagen, sich wirklich auf einen Diskurs einzulassen,mit dem Risiko, sich auch einmal überzeugen zu lassen.Die es wagen, zu erkennen, dass es in der Politik selten ein klares „richtig“ und ein klares „falsch“ gibt. Die es wagen, der oftmals allzu schlichten Kritik an der Politik zu widersprechen. Die es wagen, unbequem zu sein, für andere und für sich selbst. Menschen also, die es wagen, in Freiheit Verantwortung zu übernehmen.

Verantwortlich für die Ausbildung der Workshopleiter: Dr. phil. Christian Boeser-Schnebel

Dr. phil. Christian Boeser-Schnebel ist Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung. Er ist Leiter des Netzwerks Politische Bildung Bayern und Initiator eines Argumentationstrainings für Demokratie und Toleranz (www.politikwagen.de).

5) Wer sagt, was richtig ist? – Reden über das, was wirklich wichtig ist (Akademie Kinder philosophieren),  16:30-18:00 Uhr
Workshopleiter: noch nicht festgelegt

Wer sagt, was gut ist oder schön? Wer setzt Grenzen – und warum? Was denkst du? In dem Workshop geht es darum, miteinander ins Gespräch über unsere verschiedenen Vorstellungen zu kommen: Was ist wichtig für dich im Leben – und was ist für diesen Moment wichtig? Woher komme ich, was macht mich aus? Im Workshop versuchen wir, tiefer zu fragen: Was verstehst du unter Freiheit, Freundschaft, Gerechtigkeit? Nach welchen Wertvorstellungen leben wir? Miteinander reden heißt mitreden: Wir bringen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Denkweisen zusammen und geben Raum zum Nachfragen, wir suchen gemeinsam nach Antworten, um die Gesellschaft, in der wir leben, selbstbewusst mitgestalten zu können. Auch für Jugendliche mit wenig Deutsch- oder Englischkenntnissen!

Verantwortlich für die Ausbildung der Workshopleiter: Julia Blum

6) Christen_innen und Muslim_innen in Deutschland (Eugen-Biser-Stiftung) 14:30-16:00 Uhr
Der Beitrag interreligiöser Sprachfähigkeit in wertepluralen Gesellschaften, Workshopleiter: Büsra Köse, Max Barnewitz

Die BRD ist ein säkularer Staat, der Kirchen und alle anderen Religionsgemeinschaften, die einen Beitrag für das Allgemeinwohl der Bürger_innen leisten, fördert. Obgleich sich die demographische Situation innerhalb der beiden Großkirchen stark verändert hat, sind sie weiterhin wichtige Ansprechpartnerinnen in der Wohlfahrt. Gleichsam sind Menschen christlichen Glaubens und Menschen muslimischen Glaubens die zwei größten Religionsgemeinschaften in Deutschland, sodass ein starkes Interesse daran besteht, diesen gesellschaftsförderlichen Dialog zu unterstützen.

In diesem Workshop wird einerseits über die Vielfalt innerhalb des Christentums und Islams gesprochen, andererseits gemeinsam erarbeitet welche Hemmschwellen zu überwinden sind, damit ein fruchtbarer Dialog ermöglicht wird.

Verantwortlich für die Ausbildung der Workshopleiter:

Erdoğan Karakaya (M.A.)
Referent für den christlich-islamischen Dialog in der Eugen-Biser-Stiftung.
Islamwissenschaftler (M.A.), freier Autor und Referent der Politischen Bildung zum Thema Islam (in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit)

Stefan Zinsmeister
Hauptamtliches Vorstandsmitglied der Eugen-Biser-Stiftung. Studium der Katholischen Theologie (Diplom), Islamwissenschaften und Arabistik (M.A.)

7) Empathie und Dialogkompetenz für eine Vielfaltsgesellschaft. (Eugen-Biser-Stiftung) 14:30-16:00 Uhr
Workshopleiter: noch nicht festgelegt

Die Einsicht, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist führt zwangsläufig zur Frage, wie mit der neuen bzw. entstehenden Heterogenität ihrer Einwohner_innen und Bürger_innen umzugehen ist.

Dieser Workshop versucht mit den Teilnehmenden darüber zu diskutieren, welche Herausforderungen die Gesamtgesellschaft erwartet und welche Kompetenzen jede Bürger_in etablieren sollte, damit ein Dialog unter den Einwohner_innen ermöglicht wird.

Verantwortlich für die Ausbildung der Workshopleiter:

Erdoğan Karakaya (M.A.)
Referent für den christlich-islamischen Dialog in der Eugen-Biser-Stiftung.
Islamwissenschaftler (M.A.), freier Autor und Referent der Politischen Bildung zum Thema Islam (in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit)

Stefan Zinsmeister
Hauptamtliches Vorstandsmitglied der Eugen-Biser-Stiftung. Studium der Katholischen Theologie (Diplom), Islamwissenschaften und Arabistik (M.A.)

8) Zusammen? Leben! (AsylArt) 14:30-16:00 Uhr
Wir kommen durch Musik zusammen,
erkennen unsere Verschiedenheiten und nützen diese für uns. Workshopleiter Ruth Golic und Stephan Lanius

Stimme, Klang, Rhythmus, Melodien, wir kennen sie alle. Doch jeder Mensch hat seine eigene musikalische Sprache. Vielfalt hält uns lebendig und macht uns stark. Wir suchen einen Weg, zusammen zu kommen und uns zu verbinden ohne unsere Unterschiedlichkeiten aufzugeben.

Musikinstrumente sind vorhanden, gerne aber auch eigene mitbringen,

Ruth Golic
Freischaffende Tänzerin,  Choreografin, Regisseurin, Tanzpädagogin, Qigong Kursleiterin.
Ausbildung in Buenos Aires in zeitgenössischem Tanz, Improvisation und Komposition.
Weiterbildung in verschiedene Tanz und Bewegungs-Techniken und Bewegungs- Anatomie.
Produktion eigener Solo- und Gruppenchoreographien/Tanztheater in In- und Ausland. Zusammenarbeit mit MusikerInnen, SchauspielerInnen und Bildender KünstlerInnen.

Stephan Lanius
Seine künstlerischen Tätigkeiten reichen von Klaviermusik und Jazz in jungen Jahren über ein Kontrabassstudium in München und Detmold zu zeitgenössischer Musik, neuen Improvisationsmöglichkeiten und Tanzproduktionen bis hin zu einer eigenen Musik- und Performancesprache.
Auf diesem Weg spielte er langjährig in profilierten Orchestern und etablierten Ensembles verschiedener Musikgattungen und gründete den Verein AsylArt e.V. für interkulturelle Verständigung.
Er erhielt ein Musikstipendium der Stadt München und erkundete in West- und Ostafrika über mehrere Jahre das Thema „Musik und Gemeinschaft“.
Stephan Lanius produziert und spielt jährlich mobile Musiktheaterproduktionen mit sozialkritischem Hintergrund für soziale Einrichtungen in München und Umgebung.